Theaterkampf ist nun beendet, 9.1.2008, TLZ

Erfurt. (tlz/wohi) Unter Theaterkämpfe und Kahlschlagdebatten hat Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) einen Schlussstrich gezogen. Als letztes wurde für die Erfurter Oper eine Finanzierungsvereinbarung für 2009 bis 2012 getroffen.
Demnach erhalten die Erfurter wie bisher 6,475 Millionen Euro aus Goebels Etat; die Landeshauptstadt erhöht ihren Eigenbeitrag von derzeit 10,8 Millionen um 150 000 Euro. Allerdings ist der Landeszuschuss an die Bedingung geknüpft, dass 350 000 Euro pro Jahr an die Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl fließen - für die Kooperation bei Musik-Großprojekten.

Außerdem wird noch zwischen Vertretern aus Erfurt und Weimar sowie des Ministeriums verhandelt, wie eine Schauspiel-Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater mit Leben erfüllt werden kann. Über Leistungsumfang und Entgelt sei bisher nicht entschieden, sagte ein Sprecher Goebels auf TLZ-Anfrage. Auch die Möglichkeit eines gesonderten Kooperationsfonds sei nicht ad acta gelegt worden.

Der Theaterkampf, bei dem es nicht zuletzt um das Überleben von fünf Orchestern ging, hat 18 Monate gedauert. Ursprünglich hatte Goebel zehn Millionen Euro einsparen wollen.

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