Wort halten - Kulturland Thüringen stärken - Für neue Töne in der Kulturpolitik
Kulturinitiative Thüringen lud zum Konzert, um die Landespolitik auf neue Töne in der Kulturpolitik einzustimmen.
Unter dem Motto “Wort halten - Kulturland Thüringen stärken” fand am Montag, 28. September 2009, am Vorabend der konstituierenden Sitzung des neuen Thüringer Landtages, in der vollbesetzten Thomas-Kirche in Erfurt ein besonderes Konzert statt: Mehr als 100 Musiker spielten unter der Leitung von Walter E. Gugerbauer, GMD an der Oper Erfurt, Wagners Vorspiel zu den “Meistersingern von Nürnberg” und Beethovens 7. Sinfonie in A-Dur. Die Musiker dieses “Megafusionsorchesters” (Thüringer Landeszeitung) kamen aus allen 10 Thüringer Kulturorchestern zusammen. Gemeinsam mit der Kulturinitiative Thüringen wollten die Musiker ein Zeichen setzen für eine neue Kulturpolitik in der anstehenden 5. Legislaturperiode des Thüringer Landtages. In den Wahlprogrammen aller Parteien wurde das “Kulturland Thüringen” beschworen. Auch darum hatte unsere Kulturinitiative alle 88 neuen Landtagsabgeordnete zum Konzert eingeladen. Auch wenn sich die meisten davon entschuldigen ließen, haben wir ein klangvolles Zeichen gesetzt, dass Kultur künftig kein Nischenthema sein kann, sondern in die Mitte der Gesellschaftspolitik gestellt werden muss.
Das Konzert am Beginn der Legislatur ist von Seiten unseres Vereins auch ein Angebot zum Dialog an die Landespolitik. Wir wünschen uns nun den schnellen Eintritt in einen breiten und öffentlichen Diskurs zur künftigen Kulturkonzeption. “Kultur ist unser Kapital” heißt es im derzeitigen Thüringer Landeskulturkonzept. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist das sicher keine besonders passende Assoziation. Möge das neue Konzept mit den Worten beginnen: “Kultur ist uns ein Grundbedürfnis”.
Dass Kultur auch ein Genussmittel sein kann, zeigte unser Konzert eindrucksvoll. Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum einer wirklich mitreißenden Darbietung durch die Musiker, die mit sichtlicher Spielfreude und unter dem engagierten Dirigat Walter E. Gugerbauers für ein besonderes Hörerlebnis sorgten.