Archiv des Monats August, 2007

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hält weiter ihr Versprechen ein, den Kulturetat des Landes innerhalb der Legislaturperiode zu verdoppeln, 31.08.07, FAZ

Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2008 sieht eine Steigerung um 15,3 Millionen Euro vor, nachdem sie in den beiden Jahren zuvor 12,7 beziehungsweise 14,3 Millionen Euro betragen hatte. Von 2005 bis 2010 soll schrittweise eine Erhöhung von siebzig auf 140 Millionen Euro erreicht werden. Wie Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff in Düsseldorf mitteilte, liegt ein Schwerpunkt auf dem “kulturellen Dialog”, wo die Mittel für das Landesprogramm “Kultur und Schule”, an dem sich 914 Künstler beteiligen, von 2,5 auf etwas mehr als vier Millionen und für das Projekt “Jedem Kind ein Instrument” von 0,8 auf 1,3 Millionen Euro angehoben werden. Um mehr als eine auf 4,25 Millionen Euro werden die Ansätze für den Substanzerhalt von Kulturgütern aufgestockt, mit denen Dokumente in Archiven und Bibliotheken, beim Film und von Kunstwerken gesichert werden sollen. Um zehn Prozent auf knapp zwanzig Millionen Euro steigen die Positionen für Musikpflege und Musikerziehung, während der kommunale Museumsbau mit zusätzlich fast 1,5 und insgesamt vier Millionen Euro unterstützt wird. aro

Neue Musik wird vom Land gefördert, 30.08.2007, TLZ

Erfurt. (tlz) Der Verein via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen erhält am Freitagabend im Kloster Volkenroda vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit einen Lottomittelbescheid in Höhe von 1400 Euro. Dabei handelt es sich um einen Zuschuss für die Produktion einer CD mit dem Titel “Neue Horizonte”, um die Werke der Thüringer Komponisten überregional zugänglich und bekannter zu machen. Staatssekretär Stephan Illert erklärte dazu: “Die zeitgenössische Musik ist in Thüringen trotz vielfältiger Initiativen immer noch eine unterrepräsentierte Kunstform. Die Produktion einer CD bietet die Chance, die vielfältigen Aktivitäten des Vereins via nova einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.”

Die Stunde der Rechner, 28.08.2007, Freies Wort

Der Trägerverein muss schauen, wofür das Geld künftig reicht
Die Thüringen-Philharmonie kann weiter leben. Kultusminister Jens Goebel ist vor sich selbst eingeknickt. In seiner Planung hatte er das Orchester ein Jahr nicht mehr auf der Agenda. Nun will er doch weiter fördern – 1,15 Millionen Euro. Das sind aber 650 000 weniger als bisher.
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Freude, schöner Götterfunken, 25.08.2007, TA

Die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl ist gerettet - wenn die kommunalen Träger zu ihrer Verantwortung stehen. Gestern sagte Kultusminister Jens Goebel dem Orchester ab 2009 eine Landesförderung in Höhe von 1,15 Millionen Euro zu.
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Deckungslücken werden kleiner, 25.08.2007, TLZ

Gotha. (tlz) Die Finanzierungslücke der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl wird kleiner. Statt der bisher vom Land avisierten 850 000 Euro will der Freistatt ab 2009 insgesamt 1,15 Millionen Euro geben. Kultusminister Jens Goebel (CDU) knüpfte bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Trägervereins und der kommunalen Zuwendungsgeber aber eine Bedingung daran: 350 000 Euro davon werden nur bezahlt, wenn eine Kooperation mit dem Theater Erfurt geschlossen wird. Bis Ende September soll eine Finanzierungsvereinbarung vorliegen.
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Thüringen bietet 1,1 Millionen Euro für Erhalt der Thüringen-Philharmonie an, 25.08.2007, ZDF Theaterkanal

Erfurt/Gotha/Suhl (ddp-lth). In den Streit um die Zukunft der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl kommt Bewegung. Das Land sei bereit, neben der bislang angebotenen Zuwendung von 800 000 Euro weitere 350 000 Euro zu gewähren, erklärte ein Sprecher des Kultusministeriums am Freitag nach einem Treffen mit Trägerverein und Kommunal-Vertretern in Erfurt. Die zusätzliche Summe solle über eine Kooperation mit dem Erfurter Theater an das Orchester fließen. Wenn nach Stadt und Landkreis Gotha auch die Stadt Suhl ihren Beitrag erhöhe, sei ein Fortbestand des Orchesters gesichert.
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Orchester muss trotz Rettung bluten, 25.08.2007, Freies Wort

Im Umfeld der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl ist die Freude groß. Die Landesregierung ist von ihrer kompromisslosen Haltung endgültig abgerückt und will das Orchester in Zukunft mit 1,15 Millionen Euro im Jahr fördern. Allgemein gilt das Orchester damit als gerettet.
Bei der Premiere von Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ am Donnerstagabend im Rahmen des Gothaer Ekhof-Festivals hatten die Musiker der Thüringen-Philharmonie, dirigiert von Intendant Hermann Breuer, die leichte Spielart gewählt und zur stellenweise klamaukhaften Lesart der Oper durch Regisseur Patrick Rohbeck die passenden leichten Töne gefunden. Von Anspannung war jedenfalls nichts zu spüren, obwohl zu diesem Zeitpunkt jeder wusste, dass einen Tag später klar sein würde, wie die Zukunft des Orchesters aussieht.
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Markt & Musen: ein kulturvolles Beispiel nahe Weimar, 22.08.2007, TA

Die alte Francis-Turbine von 1899 rostet als technisches Denkmal neben dem Haus in Tiefurt nahe Weimar. Die neue steht innen und erzeugt den Strom, den sie benötigen. Aber nicht nur in der Energieversorgung sind die Bewohner der Seniorenresidenz hier Selbstversorger.

TIEFURT. Wer in Tiefurt lebt und Kultur sucht hat zwei Möglichkeiten. Die eine, er fährt nach Weimar. Die andere: er bleibt in Tiefurt. Die Montagsmusiken von Mai bis September in der Christopheruskirche, klassische Musik, Chanson. Oder das Sommertheater von April bis September. Regine Heintzes Inszenierung “Der zerbrochene Krug” im stilechten Ambiente der Scheune, Goethes Wald- und Wasserdrama “Die Fischerin” am Ilmbogen, für das der Meister es einst schrieb.
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Ein ganzes Dorf ist in “Be-Wegung” zur Kultur, 20.08.2007, TLZ

Blickfang in St. Cyriakus: Das Kunst-Boot, entworfen von Rudolf Köpping und dem technischen Leiter des Kunstprojekts, Frank Rotter. Foto: tlz/Weber
Weiden. (tlz/web) Kleiner Ort ganz groß: Zu einem Anziehungspunkt für Kulturinteressierte weit über den Landkreis hinaus entwickelt Weiden bei Buttelstedt sich wieder in dieser Woche. Zum fünfjährigen Bestehen wird das am Samstag eröffnete Kunstprojekt Weiden erstmals auf sieben Tage ausgedehnt. “Damit erhalten Kunstinteressierte ausreichend Gelegenheit, die bemerkenswerte Ausstellung mit Hinterglasmalerei, Installationen und Objekten von Rudolf Köpping zu besichtigen”, erklärte die Multimedia-Künstlerin Sabine Lauer, in deren Händen die Gesamtleitung des Projektes liegt.
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Protest gegen Kulturkürzung, 20.08.2007, dpa/TA

LEIPZIG. Gewandhaus-Kapellmeister Riccardo Chailly hat sich vehement gegen weitere Einschnitte bei der Leipziger Oper ausgesprochen. In einem Gespräch mit der “Leipziger Volkszeitung” schloss er persönliche Konsequenzen nicht aus, sollte es zu weiteren Sparmaßnahmen kommen. Die Stadt Leipzig hatte immer wieder bei der Kultur den Rotstift angesetzt. Im Juni hatte sie sich wegen Differenzen über die Zukunft der Oper von Intendant Henri Maier getrennt. Dessen Vertrag läuft bis 2011, so dass die Stadt nun rund 600 000 Euro an ihn zu zahlen hat.

Prominente fordern Brückenkompromiss, 20.08.2007, dpa/TLZ

Dresden. Dresdner Prominente haben sich erneut für einen Kompromiss im Streit um die Waldschlösschenbrücke ausgesprochen. Sie richteten am Freitag in einem offenen Brief an Sachsens Ministerpräsident Georg Mildbradt (CDU) und Dresdens amtierenden Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) einen entsprechenden Appell.
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Ein Festspielhaus als Souvenir im Armreif - Interview mit Nike Wagner, 17.08.2007, TLZ

Wie haben Ihnen denn die Bayreuther “Meistersinger” gefallen, Frau Wagner?

Über Verwandte nur Gutes! Denn wenn ich nun sage, dass die Inszenierung bildlich-szenisch überfrachtet ist - ein Interpretament plakativ und kurzatmig neben dem anderen -, dass sie, mit den Stil-erfindungen namhafter Regietheater-Regisseure fröhlich hausierend, oft sinnlos denunziatorisch und auf vertrackte Weise ebenso unterhaltungskonform ausgerichtet ist wie die korrumpierte “neue” Kunst Walther von Stolzings, die sie zu kritisieren vorgibt - ja dann werden Sie mir verwandtschaftliche Missgunst vorwerfen.
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Das Raunen der Welt, 17.08.2007, TA

Die Thüringer Landesausstellung auf der Wartburg erzählt nicht nur etwas über die heilige Elisabeth. Sie erzählt auch etwas über den Kulturbegriff der Thüringer Landesregierung.

EISENACH. Der Kreuzzugsprediger und Ketzerrichter Konrad von Marburg, der die Häretiker mit päpstlicher Vollmacht zu den Scheiterhaufen schleifen ließ, erzeugte und manipulierte die historische Gestalt, die seither verehrt wird als die heilige Elisabeth. Elisabeth wäre ohne Konrad der Eintritt in die Geschichte versagt geblieben, so wie wir Jesus Christus ohne Paulus kaum kennen würden. Ein Mann, dessen prägende Eigenschaften, ausgebildet bis zum Fanatismus, Härte und Intoleranz sind, ist der geistige Vater der Frau, die der Nachwelt als Sinnbild tätiger Nächstenliebe gilt. Das ist eine doch sonderbare Nachbarschaft. Und wie Paulus die Wahrnehmung von Jesus geprägt hat, so sehen wir Elisabeth, wie Konrad sie uns zeigte - und wissen wir auch hier nicht genau, ob das vermittelte Bild auch das wahre Bild ist. Das ist ein Spannungsfeld, das Elisabeth, auch jenseits der konfessionellen Gebundenheit, zu einer hochinteressanten Figur macht. Das ist ein Ansatz, der eine repräsentative Landesausstellung mit ihren Mitteln und Möglichkeiten zu einer spannenden Angelegenheit geraten lassen konnte. Doch diese von der Thüringer Regierung bestimmte Ausstellung ist gleichsam sehr katholisch: sinnlich dem Prunk verpflichtet, geistig dem Dogma. Sie ist ausgerichtet auf ästhetische Repräsentation, nicht auf kontroverse Diskussion. Und vertritt wohl so auch den Kulturbegriff der Thüringer Landesregierung.
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Köhler kommt zum Kunstfest, 16.08.2007, TA

Das Kunstfestteam freut sich, dass Bundespräsident Horst Köhler die Einladung von Intendantin Nike Wagner zur Eröffnung und zum Konzert “Gedächtnis KZ Buchenwald” angenommen hat.

WEIMAR. “Ich freue mich darüber”, bekannte Nike Wagner gegenüber dieser Zeitung und wertete die Zusage Köhlers zugleich auch als ein “Zeichen der Anerkennung” für die hier geleistete Arbeit. Im Übrigen heißt es, dass der Bundespräsident eine große Bewunderung für die Festivalchefin hege. Daher wird er am 23. August zusammen mit seiner Gattin Eva Luise nun Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra zuhören. Auf der offiziellen Rednerliste allerdings taucht Horst Köhler indessen nicht auf. Erwartet wird das Staatsoberhaupt in diesem Jahr auch zur Wiedereröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek am 24. Oktober.

Eisenachs OB und Eisenachs Theater: Possen-Spiele, 14.8.2007, TA

Eine Spielzeit noch, dann hört das Landestheater Eisenach samt Landeskapelle auf zu existieren. Was von dem 1879 gegründeten Haus übrigbleibt, wird dem Meininger Theater zugeschlagen, dafür haben die Landesregierung und Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht gesorgt. Damit die Liquidierung nach außen hin makel- und widerspruchslos über die Bühne geht, übt der OB auch schon mal Zensur oder inszeniert Abstimmungen auf fragwürdige Art.
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Schuchardt: “Das ist das falsche Signal!”, 13.8.2007, TLZ

Erfurt. (dpa/tlz) Der Thüringer Museumsverband sieht trotz geplanter Aufstockung der Landesmittel für 2008/09 kaum Licht am Ende des Tunnels. “Die 2005 vorgenommene Kürzung der Zuschüsse von 8,3 auf 6,6 Millionen Euro soll nur zum Teil wieder zurückgenommen werden”, sagte Verbandschef Günter Schuchardt. “Das ist das falsche Signal.” Es müsse damit gerechnet werden, dass viele kommunale Träger an der Finanzierung ihrer Museen weiter sparen. “Wenn es so kommt, dann wird es ernst.”
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Philharmonie: Träger stellen Bedingungen, 11.8.2007, TA

Nach einem Vorschlag von Landrat Konrad Gießmann (CDU) soll der Kreis Gotha seine Mittel für die Thüringen Philharmonie ab 2009 um 15 Prozent aufstocken.
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Deutscher Kulturrat und Deutscher Naturschutzring begrüßen Baustopp der Elbbrücke in Dresden, 10.08.2008, PM

Berlin, den 10.08.2007. Die beiden Dachverbände im Kultur- und Naturschutzbereich, der Deutsche Kulturrat und der Deutsche Naturschutzring (DNR) riefen heute in Berlin dazu auf, den durch das Dresdner Verwaltungsgericht erteilten Baustopp der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal als Denkpause zu nutzen.
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Staatskapelle ohne Miehe, 9.8.2007, TLZ

Weimar. (tlz/bük) Der Vertrag mit der Orchesterdirektorin der Staatskapelle Weimar, Julia Miehe, ist nicht verlängert worden. DNT-Generalintendant Stephan Märki sprach gestern von grundsätzlichen Differenzen in der künstlerischen und strategischen Ausrichtung des Orchesters. Zum Bruch zwischen Miehe und der Theaterleitung kam es offenbar während des Theaterkampfes. Laut Märki will Miehe gegen das Auslaufen ihres Vertrages zur Spielzeit 2008/2009 klagen.

Weimar beim “Thüringen Jahr Kultur” Spitze, 8.8.2007, TA

In Sachen Kultur lässt sich Weimar nichts vormachen. Auch was das “Thüringen Jahr Kultur” anbelangt, finden sich hier thüringenweit die meisten Plätze. 15 Jugendliche gehen derzeit hier einer Beschäftigung nach.
Von Georg HORNUNG
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Kammerspiele in Meiningen, 1.08.2007, TLZ

Meiningen. (dpa/tlz) Das Meininger Theater erhält eine zusätzliche Spielstätte für Kammerspiele. Dazu würden für den Umbau eines Villenkomplexes in der Nähe des Theatergebäudes 2,8 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung bereitgestellt, teilte das Bauministerium in Erfurt mit. Das Haus werde mit Künstlergarderoben, Technik- und Regieräumen, Pausenbereich und Sanitäreinrichtungen ausgestattet. In einem ersten Bauabschnitt wurde seit Ende 2006 für rund 200 000 Euro die Außenfassade saniert. Der erste Vorhang soll sich Ende 2008 heben.

Konzept verlangt, 1.08.2007, TA

LANDKREIS. Landrat und Gothaer Oberbürgermeister haben in einem Brief an den Trägerverein der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl die Forderung aufgemacht, ihnen alsbald ein Konzept vorzulegen, wie es mit dem Orchester weitergehen soll.Bis Ende August, dem Ende der Sommerpause, möchten diese beiden Geldgeber des Orchesters das Konzept auf dem Tisch haben. Denn im September wird in den Ausschüssen, im Stadtrat und Kreistag beraten, ob und um wie viel die jeweiligen Zuschüsse erhöht werden. Die Entscheidungen werden von der Schlüssigkeit des Konzeptes abhängig gemacht. Was die beiden Geldgeber geklärt haben wollen, ist unter anderem die künftige Zusammenarbeit der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl mit dem Theater Erfurt und die Präsenz des Sinfonieorchesters in Gotha und im Landkreis stärker als bisher. Man könne sich zum Beispiel eine Konzertreihe in den Kirchen vorstellen, auch mit Teilen des Ensembles, so die Idee. Die Stadt Gotha würde ihren Anteil an der Finanzierung auf 500 000 Euro erhöhen, wenn das Konzept überzeugt, wurde in der letzten Stadtratsitzung beschlossen. Der Landkreis denkt über eine Aufstockung auf eine Million Euro nach. Doch auch dieses Mehr würde nicht ausreichen, um das durch den Rückzug des Landes Thüringen angekündigte Minus auszugleichen. “Die Kuh ist noch nicht vom Eis”, so Landrat Gießmann gestern.
30.07.2007

Theater in Thüringen: Die Kraft der Schwachen, 27.07.2007, TA

Eine Theatersaison geht zu Ende, deren Debatten vornehmlich kulturpolitischer Natur waren. Die Überlebensfrage hat an den Bühnen viel Kraft absorbiert. Als um so bemerkenswerter darf gelten, was zum Teil dennoch geleistet wurde. Die größte, die überragende Leistung dieser Spielzeit im Musiktheater war “Die Walküre” in der Regie von Michael Schulz. Die Wagner-Inszenierung am Weimarer DNT ist die grandiose Fortsetzung des nicht minder großartigen “Rheingoldes” von 2006.
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Poker um Philharmonie geht weiter, 24.07.2007, TA

Schlechte Nachrichten für die Thüringen Philharmonie: Kultusminister Jens Goebel will das Orchester ab 2009 mit nur noch 850 000 Euro fördern. Das reicht nicht, um die 66 Stellen zu erhalten. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen.
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Bühnenverein: Kultur- statt Sportsponsoring, 02.08.2008, PM Deutscher Bühnenverein

Der Deutsche Bühnenverein legt der deutschen Wirtschaft nahe, sich in Zukunft finanziell mehr im Kulturbereich als im Sport zu engagieren. „Wer den Sport und seine Doping-Misere satt hat, sollte an die Kunst denken“, so Rolf Bolwin, Direktor des Bühnenvereins, heute in Köln. Kunst und Kultur stehen für Innovation, Kreativität und Diskursfähigkeit. Kaum etwas kann daher das Ansehen von Unternehmen besser steigern als eine private Förderung des künstlerischen Schaffens in unserem Lande. Dies gilt gerade für die Theater und Orchester, zumal diese einen wichtigen Beitrag für die von allen Seiten mittlerweile geforderte ästhetische Bildung leisten. Auch für die Erschließung ausländischer Märkte kann sich die deutsche Industrie das Kultursponsoring zunutze machen. Im Ausland genießen Theater und Musik aus Deutschland hohes künstlerisches Ansehen. „Wer eine Operntournee nach Japan fördert, findet neue Käufer, egal ob es um Autos oder Gummibärchen geht“, äußerte Bolwin.