Archiv des Monats Juli, 2007

Durchbruch für Philharmonie?, 20.07.2007, TLZ

Gotha/Erfurt. (tlz/bau) Dem Gothaer Stadtratsbeschluss zur Erhöhung des Orchesterzuschusses folgte gestern ein weiterer Lichtblick für die existenzbedrohte Thüringen-Philharmonie. Kultus-Staatssekretär Walter Bauer-Wabnegg zeigte sich am Rande der Pressekonferenz der Stiftung Schloss Friedenstein optimistisch: “Ganz bald sitzen wir wieder zu einer Pressekonferenz zusammen”. Er sei zuversichtlich, dass alsbald eine Lösung, “die alle Partner hochzufrieden stellt. Das kriegen wir hin.”
Die Gespräche seien seit geraumer Zeit zielführend, vor allem seit der Trägerverein der Philharmonie wieder handlungsfähig sei. Er wolle eine Einigung nicht durch die vorschnelle Bekanntgabe der Gesprächsinhalte behindern, so der Staatssekretär weiter. Aber: Das Gotha-Suhler Orchester werde elementar nicht von Erfurt zu trennen sein, sondern aufs Engste und Belastbarste mit der Landeshauptstadt verknüpft. Ob das einen Verlust der Eigenständigkeit bedeutet, beantwortete Bauer-Wabnegg nicht. Allerdings hat Gothas OB Kreuch stets die Eigenständigkeit des Gothaer Orchesters verfochten. Er erweckte gestern nicht den Eindruck, dass sich hinter den Worten des Staatssekretärs etwas anderes verbirgt.

Zeiss sponsert die Philharmonie, 20.07.2007, Ostthüringer Zeitung

Klangkörper bietet Konzert für Zeissianer mit Beethoven und Mozart
Jena (OTZ/Groß). Zeiss bleibt der Musik treu. Kein Wunder bei einem solch musikalischen Geschäftsführer wie Peter Popp, der seit Frühjahr die Geschicke der Carl Zeiss Jena GmbH leitet.
Immerhin spielte Peter Popp acht Jahre Geige, unter anderem im Jugend-Sinfonie-Orchester von Merseburg, später in seiner Studienzeit in Leningrad auch Banjo, heute aber ab und zu nur noch Flöte, wie er berichtet. Außerdem ist er ein großer Freund der Klassik und der Jenaer Philharmonie, was ihm im Januar wohl auch den Vorsitz der Philharmonischen Gesellschaft Jenas bescherte.
Doch gestern führte ihn etwas anderes in die Räume des Intendanten der Jenaer Philharmonie, Bruno Scharnberg. Popp unterzeichnete nämlich eine Sponsoringvereinbarung mit dem Klangkörper in Höhe von 10 000 Euro für die bevorstehende Spielzeit der Philharmonie.
Intendant Scharnberg freut sich und wartet wie schon im Vorjahr wieder mit einer Gegenleistung auf - ein Konzert der Philharmonie am 17. Dezember für alle Zeissianer, die dafür in ihrem Unternehmen Tickets für fünf Euro erwerben können. Gespielt werden dann die Coriolan-Ouvertüre und die Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven, dessen 180.Todestag in diesem Jahr begangen wird. Außerdem erklingt das Konzert für Klarinette und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart.
“Wir sehen Kultur als wichtigen Standortfaktor, der uns auch als Arbeitgeber in der Region attraktiver macht. Der Intendant hofft, dass nun weitere Jenaer Firmen diesem Beispiel folgen.

Doht will kritischen Text nun zulassen, 20.07.2007, TA

Unvermutete Wendung im Streit um das kritische Vorwort des Eisenacher Theaterintendanten für das kommende Spielplanheft. Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) hat die Eilentscheidung getroffen, einen an vier Stellen entschärften Text jetzt doch abdrucken zu lassen.
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Gerettet – Weimar wird Staatstheater, 20. 07. 2007, FAZ

Das Deutsche Nationaltheater Weimar wird Staatstheater. Der Stadtrat hat zugestimmt, das Traditionshaus 2009 unters Dach des Freistaates zu geben. Das Land steigt mit 79 Prozent in das Gesellschaftskapital am Theater und der Staatskapelle ein und bekommt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Der Freistaat will seine Förderung um 0,75 Millionen Euro auf 16,6 Millionen erhöhen. Die Stadt wird ihren Anteil um 1,3 Millionen auf 4,4 Millionen Euro erhöhen. Die von Ministerpräsident Althaus und Kultusminister Goebel zuvor favorisierte Fusion der Häuser in Weimar und Erfurt war am Widerstand beider Städte gescheitert, eines der Orchester und Musiktheater aufzugeben. Intendant Stephan Märki sieht jetzt die Zukunft und die Eigenständigkeit seines Theaters gesichert, die lange von den Regierenden so nicht gewollt worden sei. „Es ist in der Politik ein seltener Fall, dass die Landesregierung die Souveränität besitzt, über ihren eigenen Schatten zu springen.“ dpa

Vom National- zum Staatstheater – Eines der traditionsreichsten deutschen Theater wird zum Staatstheater, 20. 07.2007, Deutsche Welle

Das Deutsche National Theater Weimar wird nach jahrelangem Streiten vom Land Thüringen übernommen. Der Stadtrat der thüringischen Klassikerstadt entschied am Mittwochabend (19.7.) mit 39 zu 3 Stimmen, das traditionsträchtige Haus unter das Dach des Freistaates zu geben. Das Land steigt mit 79 Prozent in das Gesellschaftskapital am Theater und der Staatskapelle ein und bekommt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Der Freistaat will seine Förderung um 750.000 Euro auf 16,6 Millionen erhöhen. Weimar hat nach hartem Ringen beschlossen, seinen Anteil um 1,3 Millionen auf 4,4 Millionen Euro aufzustocken.
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Druck-Sache: DNT wird Staatstheater, 18.07.2007, TA

Als die Drucksache 117 - “Überführung des DNT und Staatskapelle in ein Staatstheater” - zur Abstimmung anstand, da wurde namentliche Abstimmung vereinbart. So etwas tut ein Parlament, wenn es den einzelnen Abgeordneten für sein Abstimmungsverhalten in die persönliche Haftung nehmen will. Wenn es Druck erzeugen will beim Umgang mit einer Drucksache. weiterlesen »

Ja zum Staatstheater, 18.07.2007, TA

Mit großer Mehrheit hat der Weimarer Stadtrat gestern Abend den Weg zum Staatstheater freigemacht. In namentlicher Abstimmung gaben 38 Stadträte und der OB ihr Ja zu insgesamt drei Vertragswerken, die den Übergang von Nationaltheater und Staatskapelle in die mehrheitliche Trägerschaft des Freistaates und deren Finanzierung bis ins Jahr 2015 regeln. weiterlesen »

Wir sind Staatstheater!, 18.07.2007, TLZ

“Der Markenname Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar bleibt erhalten. Er erhält den Namenszusatz ,Staatstheater Thüringen´”. So unprätentiös dieser Satz auch klingen mag, markiert er doch eine historische Zäsur. Weimars Stadtrat machte gestern Abend mit überwältigender Mehrheit den Weg frei für das Staatstheater. 39 Ratsmitglieder votierten bei nur drei Gegenstimmen dafür. Zumindest die Deutlichkeit des Votums war im Vorfeld nicht zu erwarten. weiterlesen »

Das Prinzip Stadttheater, 19.07.2007, RBB

Neben den großen Theater überraschte beim diesjährigen Theatertreffen in Berlin das Deutsche Nationaltheater Weimar mit dem jungen Regisseur Tilmann Köhler. Kein Zufall, findet der Intendant des Hauses, Stephan Märki und verweist auf die kontinuierliche Arbeit mit und für die Klassikerstadt in den letzten Jahren.

Ein Gespräch über Chancen und Grenzen der Arbeit in Weimar, das Harald Asel mit Stephan Märki im Mai geführt hat und das wir wiederholen.

Erstsendung:
13.05.2007

Das Gespräch im Wortlaut:
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19.30 Uhr vor dem DNT, 18.07.2007

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Fotos: INITIATIVE ERHALT THÜRINGER KULTUR / P. Mittmann

Weimar macht DNT jetzt zum Staatstheater, 18.07.2007, TLZ

Weimars DNT wird Staatstheater: Gestern Abend stimmte der Stadtrat mit 39 Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen für den aufgestockten Etat. Damit ist die Eigenständigkeit des Hauses gesichert, das künftig unter Landesobhut steht. Dieser Sieg nach einem zehnjährigen Kampf wurde von Hunderten Kulturbürgern aus Weimar aber auch Jena sowie Erfurt und selbst aus Hamm mit Jubel begrüßt und begeistert gefeiert. Von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl sprach Alt-OB Volkhardt Germer. Von einem “großen Tag für die Stadt” der jetzige OB Stefan Wolf. DNT-General Stephan Märki lobte die Stadträte und dankte den Kulturbürgern.

Liebe Mitstreiter/Innen,

am Mittwoch, 18. Juli 2007 gegen 19:00 Uhr wird voraussichtlich vom Weimarer Stadtrat die Entscheidung getroffen werden, dass das DNT zum Staatstheater erklärt werden soll und eine Fusion mit dem Theater Erfurt nicht mehr in Frage kommt. Damit sind wir dem Ziel schon sehr nahe, doch es fehlen u. a. noch die Unterschriften. Jedoch sehen wir gleichzeitig einem 10-jährigen Theaterkampf in Weimar einem möglichen Ende entgegen. Wir können - wir sollten dem Weimarer Stadtrat, der zuletzt immer zu seinem Theater gestanden hat, danken und mit ihm feiern. Wir treffen uns darum

am Mittwoch, 18. Juli 2007 um 19:00 Uhr auf dem Theaterplatz vor dem DNT in Weimar.

Bitte bringen Sie (sehr) gekühlten Sekt und unzerbrechliche Becher(kein Glas)mit, damit wir uns gemeinsam freuen und bedanken können.

Mit besten Grüßen,

Peter Mittmann, Koordinator der Initiative

Spielen sie eben kleine Bach-Opern, 14.07.2007, Berliner Zeitung


Thüringer Bürger bringen ihren Regenten Kultur bei - aber für das Eisenacher Theater ist es zu spät

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Foto: INITIATIVE ERHALT THÜRINGER KULTUR / P. Mittmann

Thüringer Sommerbild 2007, die Szenerie spricht Bände: Auf dem Eisenacher Karlsplatz das bunte Treiben des Thüringentags mit MDR-Show-und-Talk-Bühne, Auto-Oldtimer-Freuden - üblicher Budenzauber, froh gestimmtes Volk. Nahebei, vor der alten romanischen Nikolaikirche, schwarze Fahnen. Dort sammeln sich Sinfoniker mit ihren Instrumenten. Auf dem Schwarz ihrer Zunftkleidung grellrote Aufkleber und Buttons. “Hier spielt die Musik! Für den Erhalt der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl”. - “Theater muss LEBEN! Theater Eisenach.” Sie kommen von überall her aus dem schönen grünen Bundesland, das heute hier sein alljährliches Bürgerfest feiert. Musiker aus allen thüringischen Orchestern werden für anderthalb Stunden ein 140-Mann-Orchester sein, zusammen mit ihren Kollegen von der Eisenacher Landeskapelle und solidarisch mit ihnen. weiterlesen »

Stadtrat stützt die Festspiele, 14.07.2007, TA

Mit großer Mehrheit hat der Sondershäuser Stadtrat der Finanzierung der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH zugestimmt. Die Stadt unterstützt Theater und Orchester demnach ab 2009 mit jährlich 910 000 Euro, bislang waren es 760 000. Die zusätzlichen 150 000 Euro sind für die Schlossfestspiele bestimmt, die gestern mit der Premiere der “Fledermaus” im Sondershäuser Schlosshof in ihre zweite Saison gingen. Das Land kürzt seine Mittel für die große nordthüringische Kultur-GmbH ab 2009 um 700 000 Euro auf 4,2 Millionen.

Stadt und Kreis fordern klares Orchesterkonzept, 14.07.2007, TLZ

Zum Abschluss der Saison 2006/2007 geht die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl auf Konzertreise. Mit zwei Auftritten in Rüsselsheim und Darmstadt endet eine bewegte Spielzeit. Derweil laufen Gespräche zur Orchester-Zukunft. weiterlesen »

Dank an Bürger und Stadtrat, 13.06.2007, TLZ

Weimar feiert seinen Theatersieg: Nach einem nunmehr zehnjährigen Kampf um das DNT macht der Stadrat am Mittwoch den Weg frei für das Staatstheater - ein fast schon historisches Ereignis.

Die weichenstellende Sitzung beginnt am Mittwoch um 17.45 Uhr. Bereits in der Pause könnten sich die Ratsfrauen und -herren mit den Bürgern auf dem Theaterplatz vereinen, wo die TLZ gemeinsam mit dem DNT-Generalintendanten zu einem Fest einlädt. weiterlesen »

Ode an die Freude vor dem DNT Weimar, 13.07.2007, TLZ

Die Ernennung des DNT zum Staatstheater Weimar ist nahezu perfekt. Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und sogar sein Finanzpolitiker Mike Mohring haben im Landtag diesen Schritt nochmals ausdrücklich begrüßt. Im Gespräch ist jetzt sogar, die Ernennung schon auf 2008 vorzuziehen. Die Verhandlungen mit dem Land sind abgeschlossen. Darin verpflichtet sich Weimar, auch in Erfurt zu spielen - allerdings gegen Bezahlung, was das Kulturministerium zunächst nicht vorgesehen hatte. weiterlesen »

Zensur makaber und lächerlich, 12.07.2007, TA

Die Debatte um die strittigen Vorworte im neuen Spielplanheft des Landestheaters beschäftigten gestern auch den Kulturbeirat. Diese Zensur sei der “unwürdige Höhepunkt”, formulierte es Dr. Michael Kuschnia. Als makaber und lächerlich bezeichneten weitere Beiräte das Verhalten von Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD). Er hatte angewiesen, die schwarzen Fahnen am Intendanzgebäude abzuhängen (TA von gestern). weiterlesen »

Streit um (Vor)Worte, 11.07.2007, TLZ

Die Werkstatt-Mitarbeiter Weidlich und Napierski müssen die letzte schwarze Protest-Fahne vom Verwaltungs-Gebäude des Landestheaters entfernen. Es ist ein zumindest ungewöhnlicher, deutschlandweit wohl einmaliger Vorgang. Da kam also der Aufsichtsrat der Theater GmbH zusammen, um zu lesen und zu korrigieren und, so zumindest die Lesart der Kritiker des Vorganges, zu “zensieren”. Das Spielplanheft des Landestheaters für die kommende Spielzeit soll erscheinen und muss bald in Druck gehen, damit der Theaterfreund weiß, was ihn erwartet. In so einem Spielplanheft finden sich dann auch immer Grußworte, diesmal aber wohl nur eines und das muss überarbeitet werden, so will es der Aufsichtsrat. weiterlesen »

Verbot für schwarze Fahnen, 11.07.2007, TA

Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) hat die Theaterleute gestern angewiesen, die schwarzen Fahnen zu entfernen. Außerdem will der Theater-Aufsichtsrat, dem er vorsteht, kritische Vorworte im neuen Spielplanheft unterbinden. weiterlesen »

Die “Minderheit” flucht, 12.07.2007, TLZ

Die Kündigungen für die etwa 80 Mitarbeiter sind raus und der Gesellschafterbeschluss muss von der Geschäftsführung des Landestheaters Eisenach umgesetzt werden. So der Stand der Dinge um das Eisenacher Theater.
Ungeachtet dessen oder gerade deshalb holten Mitglieder des Eisenacher Kulturbeirates auf der gestrigen Sitzung zur “persönlichen Bestandsaufnahme” aus, die im Fall von Ingrid Pfeiffer oder Dr. Michael Kuschina eine Tracht Prügel für die Landespolitik und vielmehr für Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht und Bürgermeisterin Ute Lieske war. Die saßen die Anfeindungen mehr oder weniger unkommentiert aus gaben den Zornigen Nachhilfeunterricht im Fach Demokratie. Hier entscheiden Mehrheiten, so Doht, auch im Eisenacher Stadtrat.
Georgenkirchen-Kantor Christian Stötzner fühlt sich mit Blick auf zurückliegende Verbote in Eisenachs Stadtrat (kein Rederecht für Intendant Schlicht) und Vorgehen der Verwaltung an die Zeiten vor 1990 erinnert. Im von zehn auf zwei Millionen geschrumpfte Budget-Streichkonzert von Kultusminister Goebel seien das Eisenacher Theater und die Stadt die einzig Gelackmeierten, meinte er. “Das ist peinlich”, kritisierte Stötzner, “so peinlich wie eine halbe Dirigentenstelle im Konzept des künftigen Orchesters.” Dass Landeskapellen-Musiker, die am selben Tag ihre Entlassungen bekommen haben, am Freitag zum Thüringentag nach dem Willen der Verwaltung am Stadtrand (Nordplatz/d. Red.) spielen sollten, ist für Stötzner ebenso verwerflich.
Ingrid Pfeiffer zerschnitt das Tischtuch zwischen sich und Doht am Ende der Debatte gänzlich. Sie stellt die Umsetzung weiterer Wahlversprechen des Oberbürgermeisters nach der Theaterabwicklung prinzipiell in Frage und sieht Doht und Bürgermeisterin Lieske schon jetzt als Fehlbesetzung. Nicht besser fiel ihre Wertung für CDU-Stadtratsoppositionsführer Christian Köckert aus.
Wie auch immer, hieß es gestern, der Kulturbeirat werde das Theater-Thema am Kochen halten, auch zur Kulturkonferenz am 3. November.

Solidaritätskonzert

Ein Jahr nach Verkündung der brutalen Kulturkürzungen durch den Thüringer Kultusministers fand als eine der vielen Veranstaltungen der INITIATIVE ERHALT THÜRINGER KULTUR ein Solidaritätskonzert zugleich am Eröffnungstag des Thüringentags in Eisenach statt. Die ausserordentlich erfolgreiche Veranstaltung fand am Nachmittag in der überfüllten ehrwürdigen romanischen Nikolaikirche statt und wurde von dem japanischen Dirigenten Tetsuro Ban geleitet. Es war eine Premiere: die über 130 Musiker kamen aus allen Orchestern Thüringens und haben noch nie, aus Zeitmangel noch nicht einmal zur Probe, zusammen gespielt. Die beeindruckende Aufführung von R. Wagners Vorspiel zur Oper “Die Meistersinger von Nürnberg” und L. v. Beethovens 5. Sinfonie - die “Schicksalssinfonie”, zeigten das virtuose Können dieser Thüringer Musiker.

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138 Musiker protestieren konzertant, 07.07.2007, TA

Es war ein Konzert der gemischten Gefühle: zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Trauer um die Landeskapelle Eisenach und Freude über die Rettung anderer Orchester. Ein Jahr nach Veröffentlichung der Kultursparpläne der Landesregierung gaben 138 Thüringer Orchestermusiker gestern in Eisenach ein Protestkonzert - zwischen Zorn und Stolz. weiterlesen »

Tacheles: Irrweg, 07.07.2007, TA

“Zum beschrittenen Weg gab es keine Alternative”, sagt Kultusminister Jens Goebel zum Jahrestag seines Kultursparpapiers. Erstaunlich: Es gab also einen Weg. Ja wo denn? Es gab ein Jahr lang Zahlendickicht, Konzeptlosigkeit; es gab eine Null als vernichtendes Votum gegen eines der besten Orchester; hilflose Versuche, zwei große Theater zwangszuvereinigen; fatale Vorstöße, kleinen Theatern die Luft abzuschneiden. weiterlesen »

Solidaritätskonzert am 6. Juli 2007 um 15:00 Uhr in der Nikolaikirche Eisenach


„Die Thüringer Orchester zum Thüringentag“
6. Juli 2006 – 6. Juli 2007

Ein Jahr Protest gegen den Kulturabbau in Thüringen / Peter Mittmann

Liebe Freunde von Kunst und Kultur,
liebe Musikfreunde, liebe Eisenacher,
sehr verehrter Pfarrer Karlheinz Weber,

wir danken Ihnen, dass wir heute zum Beginn des Thüringentags bei Ihnen mit diesem Solidaritätskonzert für die Eisenacher und Thüringer Kultur in dieser schönen romanischen Kirche zu Gast sein dürfen.
Es ist ein echtes Solidaritätskonzert und eine Premiere, denn die Musiker aus allen Orchestern Thüringens haben noch nie zusammen gespielt, aus Zeitgründen noch nicht einmal zur Probe.

Heute, vor einem Jahr verkündete der Thüringer Kultus-Minister sein radikales Kürzungsprogramm von 20% im Bereich der Thüringer Orchester und Theater.

In dieser Höhe war dies ein unvergleichlicher, nirgendwo stattfindender Vorgang. - Und ein Schlag in die Zukunft Thüringens. weiterlesen »

Ein Gegenwert von Null plus X, 06.07.2007, TLZ

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Empfehlung: Es bleibt alles, wie es ist, 06.07.2007, FW Suhl

Kultur- und Finanzausschuss werden dem Stadtrat für die weitere Philharmonie-Finanzierung den Status quo empfehlen.

Mehr ließ Fred Korn (Die Linke) als stellvertretender Kulturausschussvorsitzender gestern nach gemeinsamer Beratung hinter verschlossenen Türen gegenüber Freies Wort nicht verlauten. Status quo heißt – vorausgesetzt der Stadtrat folgt in seiner Sitzung am 18. Juli der Empfehlung – dass für den Finanzierungszeitraum 2009 bis 2012 jährlich wie bisher 500 000 Euro an den Trägerverein der Philharmonie fließen werden. weiterlesen »

Schicksalssinfonie, 06.07.2007, TA

Im Western gibt es den Tag der Abrechnung, meist siegen die Guten. In Thüringen gibt es den Tag der Modellrechnung, er jährt sich heute zum ersten Mal, und die Verlierer sind Legion. Aber selbst ein schwarzes Datum wie der 6. Juli lässt sich ins Hoffnungsvolle wenden. Mit einem Konzert in Eisenach erinnern Thüringens Orchester heute um 15 Uhr nicht an ein Jahr Kulturabbau, sondern an ein Jahr Protest dagegen. weiterlesen »

Initiative Erhalt Thüringer Kultur –
Bürgerinitiative „Pro Eisenacher Musiktheater“

Solidaritätskonzert

„ DIE THÜRINGER ORCHESTER ZUM THÜRINGEN-TAG “

Nicolaikirche Eisenach Freitag, 6. Juli 2007 15:00 Uhr

Eintritt frei

Programm:

R. Wagner: Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von Nürnberg”
L. v. Beethoven: 5. Sinfonie – die „Schicksalssinfonie“

Dirigent: Tutsuro Ban, Japan

Musiker aus den Thüringer Orchestern:

Landeskapelle Eisenach
Philharmonisches Orchester Erfurt
Philharmonisches Orchester Gera-Altenburg
Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl
Jenaer Philharmonie
Orchester des Meininger Theaters
Thüringer Symphoniker Saalfeld/Rudolstadt
Loh-Orchester Sondershausen/Theater Nordhausen
Staatskapelle Weimar
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Orchester-Protest, 04.07.2007, TA

Vor genau einem Jahr verkündete Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) die vom Land geplanten radikalen Kürzungen für die Thüringer Theater und Orchester. Heute steht das Eisenacher Musiktheater vor dem Aus und die Kündigungen von 80 Mitarbeitern am Landestheater sind ausgesprochen. Mit einem Konzert anlässlich des Thüringentags wollen Mitglieder aller Thüringer Orchester gegen den Kulturabbau in Thüringen protestieren und ihre Verbundenheit mit dem Eisenacher Landestheater zeigen. weiterlesen »

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