Archiv des Monats April, 2007

Museen hoffen auf Verbündete, 30.4.2007, TLZ

Erfurt. (dpa/tlz) Die Thüringer Museen setzen bei der Vervollständigung ihrer Sammlungen zunehmend auf Freunde, Förderer und Stiftungen. Schon seit längerem erhielten die Museen kaum öffentliche Gelder zum Ankauf von Ausstellungsobjekten, sagte der Direktor des Museums für Angewandte Kunst Gera, Hans-Peter Jakobson. “Wir haben null Ankaufsetat”, bestätigte Angelika Wodzicki vom Lindenau-Museum Altenburg.
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Fenster zum Westen, 30.4.2007, TA

Es war ein Termin nach dem Geschmack des Ministerpräsidenten und seines Kultusministers: Ein Orchester spielt auf der Wartburg hoch über dem bald landeskapellenlosen Eisenach, trotzdem braucht man als Landespolitiker keine lästigen Protestnoten gegen den Kulturabbau zu befürchten. Zudem gab es ein bundesweit beachtetes Jubiläum zu feiern, den Auftakt zum 50. Jahrgang der Wartburgkonzerte.
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Kultur als Rohstoff, 28.4.2007, TLZ

Weimar. (tlz) Für den Erhalt von Theatern und Orchestern setzt sich nun auch der Deutsche Tonkünstlerverband energisch ein. Aus finanziellen Erwägungen dürfe nicht die kulturelle Identität des Landes aufs Spiel gesetzt werden, warnt er. Der Abbau von Profi-Ensembles würde auch zum Niedergang in kultureller Bildung und Breitenkultur führen. Die Tonkünstler fordern ein radikales Umdenken der Landesregierung. Kultur sei ein “historisch gewachsener, aber auch nachwachsender Rohstoff, der nachhaltiger Bewirtschaftung und sorgfältiger Pflege bedarf”.

Kein Cent mehr auf dem Sparbuch, 28.4.2007, TA


Die Kürzung der Theaterausgaben, mit der die Stadt einen Teil ihres Haushaltes ausgleichen will, sei nur eine Entscheidung von mehreren, den “Tanker Eisenach” wieder flott zu machen.

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Chancen für das Musikland, DMR Newsletter 09/2007

Deutschland in der politischen Diskussion
Der Deutsche Bundestag beschäftigt sich heute in erster Lesung mit den folgenden Anträgen:

- Kulturwirtschaft als Motor für Wachstum und Beschäftigung stärken (Drs 16/5110) Antrag CDU/CSU und SPD

- Populäre Musik als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens stärken (Drs 16/5111)
Antrag CDU/CSU, SPD

- Die Bedeutung der Kulturwirtschaft anerkennen und ihren Stellenwert auf Bundesebene nachhaltig fördern (Drs 16/5104)
Antrag Bündnis 90/Die Grünen

- Die Kulturwirtschaft als Zukunfts- und Wachstumsbranche in Europa stärken (Drs 16/5101)
Antrag FDP
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“Schwerpunkt Bauhaus reicht”, 27.4.2007, TLZ

Erfurt. (tlz) Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bauhaus 2009, Hellmut Seemann, hält nicht mehr generell an der Forderung einer Bauhaus-Landesausstellung fest. “Ob das unter dem Titel ´Landesausstellung´ läuft oder ´Schwerpunkt 2009´ ist uns als den Machern egal”, sagte Seemann bei einer öffentlichen Anhörung im Landtag.
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Opposition kritisiert Vorbereitungen zum Bauhaus-Jubiläum 2009, 27.4.2007, TLZ

Erfurt (dpa/th) - Als dilettantisch hat die Opposition im Thüringer Landtag die Vorbereitungen der Regierung zum Bauhaus-Jubiläum 2009 bezeichnet. Die Entscheidung, zum 90. Geburtstag der weltberühmten Design-Schule keine Landesausstellung zu organisieren, sei nicht nachvollziehbar, sagte der SPD-Abgeordnete David Eckardt am Donnerstag in Erfurt nach einer Sitzung des Wissenschaftsausschusses. Als Skandal bezeichnete Birgit Klaubert von der Linkspartei den Plan der Regierung, stattdessen eine Landesausstellung zum Thema »Natur im Städtebau« zu

Stellungnahme der Bürgerinitiative „Pro Musiktheater“ anläßlich eines Treffens mit Oberbürgermeister Matthias Doht und Bürgermeisterin Ute Lieske, 24.4.2007

Am Dienstag dieser Woche kam es auf Wunsch der Bürgerinitiative „pro Musiktheater“ zu einem Treffen mit Oberbürgermeister Matthias Doht und der für Kultur zuständigen Dezernentin, Bürgermeisterin Ute Lieske. Wichtigstes Anliegen der BI war, nochmals die Gründe darzulegen, warum die Verhandlungen mit der Thüringer Landesregierung zur Zukunft des Eisenacher Theaters zwingend neu aufgenommen werden müssen. Das von Lieske und Doht vorgelegte Theaterkonzept wird von Fachleuten als untauglich und nicht tragfähig eingestuft und bietet dem Eisenacher Theater letztendlich keinerlei Perspektive. Zudem war es in der letzten Zeit insbesondere seitens des Meininger Intendanten Ansgar Haag zu Äußerungen gekommen, die ebenfalls genau in diese Richtung deuten. Deshalb hatte die BI darum gebeten, auch ihn zu diesem Gespräch hinzuzuziehen. Leider wurde diesem Wunsch nicht entsprochen.
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Beitrittsvotum nicht einstimmig, 27.4.2007, TLZ

Eisenach. (ep) Er habe eine “erfreuliche Nachricht” zu überbringen. Mit diesen Worten sei Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) gestern nach der Aufsichtsratssitzung der Landestheater Eisenach GmbH auf ihn zugegangen, berichtete Theater-Betriebsratsvorsitzender Michael Reinhardt auf Anfrage der TLZ. Dann erfuhr er, dass der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung mehrheitlich empfiehlt, mit dem Theater Meiningen in der Meininger Kulturstiftung zusammenzugehen unter dem Konzept, das das Land mit Stadt, Kreis und den Meininger Theaterträgern ausgehandelt hat. Das bedeutet für den Betriebsratschef, dass die Kündigungen für die Hälfte der Belegschaft wahrscheinlicher geworden sind. “Das ist schon eher eine traurige Nachricht”, sagte er.
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Aufsichtsrat empfiehlt Kulturstiftung, 27.4.2007, TA

Der Weg des Landestheaters Eisenach in die Kulturstiftung Meiningen scheint unumkehrbar. Gestern empfahl der Theateraufsichtsrat der Gesellschafterversammlung mehrheitlich, für einen Beitritt des Theaters zur Stiftung zu votieren.
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Der Status: Bauhaus 2009 in Thüringen, 27.4.2007, TA

Gestern befasste sich der zuständige Ausschuss des Thüringer Landtages mit der vom Ministerpräsidenten nicht gewollten Landesausstellung 2009 zum 90. Gründungsjahr des Bauhauses. Auf der Tagesordnung stand die Anhörung der Klassik- Stiftung und der beteiligten Gebietskörperschaften. Diese Veranstaltung, die eine Polemik gegen die CDU-Landesregierung war, fand statt auf Antrag aller Fraktionen, also auch der CDU.
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Erste Empfehlung ist da, 27.4.2007, TA

Der Aufsichtsrat der Theater GmbH hat gestern den Beitritt zur Kulturstiftung Meiningen empfohlen. Das Votum war wie erwartet nicht einstimmig. Der Bürgerinitiative “Pro Musiktheater” gibt das Anlass zur Hoffnung.
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Statt Tiger lieber Bauhaus-Wiege, 27.4.2007, OTZ

Drei Bürgermeister und ein Landrat beschwören die Landespolitik, ein Jubiläum nicht zu verpassen
Von OTZ-Redakteur Volkhard Paczulla Im Flugzeug hat Albrecht Schröter neulich beim Durchblättern der Prospekte eine seltsame Werbung gefunden. “Thüringen - der Wirtschaftstiger in Europa”. Das war selbst dem Jenaer Oberbürgermeister etwas zu dick aufgetragen. weiterlesen »

Weiter alles offen beim Orchester, 26.4.2007, OTZ

Saalfelds Stadtrat vertagt Entscheidung zur Zukunft der Symphoniker erneut
Von OTZ-Redakteurin Ute Häfner Saalfeld. Nach fünf Minuten war die Spannung der gestrigen Sitzung des Saalfelder Stadtrates vorbei. Bürgermeister Matthias Graul (parteilos) nahm den Punkt Theater- und Orchesterfinanzierung erneut von der Tagesordnung und somit die meisten der rund 30 Gäste ihren Hut.
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Saalfeld entscheidet nicht zum Orchester, 26.4.2007, OT

Bürgermeister setzt Vorlage erneut ab
Von OTZ-Redakteurin Ute Häfner Paukenschlag gestern im Saalfelder Stadtrat: Nachdem in den vergangenen Tagen alles daraufhin gedeutet hatte, dass die Mehrheit für die Abwicklung der Thüringer Symphoniker stimmen würde, nahm Bürgermeister Matthias Graul (parteilos) die Beschlussvorlage von der Tagesordnung. Es war binnen vier Wochen das zweite Mal, dass der Rathauschef sich bei diesem Thema zu dieser Vorgehensweise entschloss, wobei er im März sagte, dass man sich im April endgültig entscheiden müsse.
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Bach war nicht allein, 23. 4. 2007, FAZ

Klingender Leuchtturm: Die Mitteldeutsche Barockmusik
Frisia non cantat? Auch wenn man über manche kulturpolitische Entscheidung zur Finanzierung von musikalischen Einrichtungen hierzulande nur den Kopf schütteln kann, muss man doch feststellen: Deutschland ist mit seinem dichten Netz aus Orchestern, Chören, Opernhäusern, Musikschulen, Festspielen, Archiven und Forschungsstätten immer noch ein widerstandsfähiges Musikland. Ganz Deutschland? Dazu gibt eine kleine Broschüre über Musikermuseen, die kürzlich erschienen ist, eine verblüffende Standortübersicht. Von den fünfunddreißig Museen in Deutschland, die einem bedeutenden Musiker gewidmet sind, befinden sich – von Arnstadt bis Zwickau – nicht weniger als sechzehn in den drei neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Selbst Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verfügen zusammen nur über neun Museen. In sieben Bundesländern, davon vier alten, gibt es überhaupt keine solche Institution.
Die Übersicht mag als Indiz gelten für die Schwerpunkte in der musikalischen Topographie Deutschlands, die allerdings von der breiten Öffentlichkeit, vor allem im Westen, nicht immer angemessen wahrgenommen werden. So ist etwa der seinerzeit noch in Amt und Würden stehende Gewandhauskapellmeister Kurt Masur in Leipzig von einem Kulturmanager neuen Typs, der mehr auf Event als auf gewachsene Strukturen setzte und sich schnell einmal in der Region umgesehen hatte, begeistert darauf aufmerksam gemacht worden, dass man doch auch in Sachsen so etwas Großartiges wie das Schleswig-Holstein Musik Festival einrichten könne. Damals, als die Wende noch so offen war wie die Wunde des Amfortas, meinte Masur lakonisch, das sei durchaus denkbar. Man müsse Sachsen nur in eine analoge Feld-Wald-und-Wiesen-Gegend zurückverwandeln.
In einer der reichsten musikalischen Kulturlandschaften nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas bekam man besonders schnell Hautausschlag, wenn sich Geistesfremde in die inneren Angelegenheiten des regionalen Charakters und der Kunst einmischen wollten.
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Heute Empfehlung zum Theaterweg?, 26.4.2007, TLZ

Eisenach. (ep) Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute zu einer Empfehlung über das umstrittene Theaterkonzept kommen, das die Stadt in einer vom Thüringer Kultus-Staatssekretär Walter Bauer-Wabnegg geleiteten Arbeitsgruppe mit Trägern des Eisenacher und Meininger Theaters ausgehandelt hat (TLZ berichtete). Ab 8 Uhr tagt der Aufsichtsrat der Landestheater Eisenach GmbH im Rathaus. Dass der Oberbürgermeister mit einer Zustimmung rechnet, darauf lässt die Tatsache schließen, dass für Dienstag, den 8. Mai - in Deutschland als “Tag der Befreiung” begangen - die schon einmal verschobene Stadtratstagung zum Theater anberaumt wurde. Sie soll ab 18 Uhr im Bürgerhaus stattfinden, darüber verständigte sich gestern der Haupt- und Finanzausschuss unter öffentlicher Anteilnahme von Theatermusikern.
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Heute Empfehlung zum Theaterweg?, 26.4.2007, TLZ

Eisenach. (ep) Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute zu einer Empfehlung über das umstrittene Theaterkonzept kommen, das die Stadt in einer vom Thüringer Kultus-Staatssekretär Walter Bauer-Wabnegg geleiteten Arbeitsgruppe mit Trägern des Eisenacher und Meininger Theaters ausgehandelt hat (TLZ berichtete). Ab 8 Uhr tagt der Aufsichtsrat der Landestheater Eisenach GmbH im Rathaus. Dass der Oberbürgermeister mit einer Zustimmung rechnet, darauf lässt die Tatsache schließen, dass für Dienstag, den 8. Mai - in Deutschland als “Tag der Befreiung” begangen - die schon einmal verschobene Stadtratstagung zum Theater anberaumt wurde. Sie soll ab 18 Uhr im Bürgerhaus stattfinden, darüber verständigte sich gestern der Haupt- und Finanzausschuss unter öffentlicher Anteilnahme von Theatermusikern.

Dass sie ihre Zustimmung zum Konzept im Aufsichtsrat nicht gibt, kündigte schon einmal Karin May für die PDS an.

Keinen Erfolg hatte die Initiative “Pro Musiktheater” bislang mit ihrer Forderung nach Neuverhandlungen und Aufschub der Entscheidungen. Die wurden vor allem mit einem Verweis auf Kündigungsfristen abgelehnt.

Bürgermeisterin Ute Lieske bestätigte der TLZ zwar, dass es möglich sei, einen Änderungsvertrag zum Tarifvertrag mit dem Eisenacher Orchester zu vereinbaren, falls ein Haustarifvertrag abgeschlossen würde - ein solcher Änderungsvertrag trat beispielsweise für die Musiker der Thüringer Symphoniker Rudolstadt-Saalfeld zum 1. März 2007 in Kraft und würde einen Zeitgewinn von einem halben Jahr bedeuten. Sie selbst jedoch lehnt diesen Weg aus finanziellen Gründen ab. Allein die Ankündigung des Landes Thüringen, die Finanzen für die Kommunen 2009 drastisch zu kürzen bedeuten ihren Aussagen zufolge nicht nur einen tiefen Einschnitt bei Museen und Theatern, sondern auch anderen Einrichtungen.

Von Rita Specht

Kein Plan B, wenn Meininger Träger ablehnen, 26.4.2007, TLZ

Eisenach. (ep/rispe) Nach Angaben der Initiative “Pro Musiktheater” brachte ein am Dienstag kurzfristig angesetztes Gespräch mit dem OB und Bürgermeisterin Ute Lieske keine Bewegung im Kampf der Initiative um den Erhalt des Musiktheaters. Erneut habe der OB es abgelehnt, die Entscheidung auszusetzen, informierte die Initiative, die um das Gespräch gebeten hatte. Auf die Frage, was geschehe, wenn das Zusammengehen mit dem Meininger Theater von den Meininger Trägern abgelehnt werde, habe man keinen Plan B in der Tasche, hätten die Stadtvertreter geantwortet. Dann müsse das Theater Insolvenz anmelden. Derweil hat die Initiative Kontakte zum Förderverein des Meininger Theaters geknüpft. Nächste Woche solle ein Treffen sein.

Zukunft des Orchesters im Stadrat, 25.4.2007, TA

Die 30 Mitglieder des Saalfelder Stadtrates stehen heute vor einer folgenschweren Entscheidung. Stimmen sie mehrheitlich gegen eine Weiterfinanzierung der Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt, muss das Orchester vermutlich 2008 abgewickelt werden.
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Gegendruck aus Meiningen?, 25.4.2007, TLZ

Gegendruck aus Meiningen?

Eisenach. (ep) Nach Informationen der TLZ formiert sich in Meiningen Widerstand gegen das geplante Zusammengehen mit dem Eisenacher Theater. Gestern Abend tauschte sich eine Runde Meininger Theaterfreunde über widersprüchliche Informationen aus Eisenach aus. Für Aufregung hatte in der Südthüringer Theaterstadt insbesondere der in Eisenach am Mittwoch, 18. April in einer Mitteilung der Stadt propagierte Name eines künftigen “Thüringer Staatstheaters Eisenach-Meiningen” unterm Dach einer “Kulturstiftung Eisenach Meiningen” gesorgt, Bezeichnungen, die die Pressestelle der Stadtverwaltung zwar umgehend als derzeit unwesentlich herunterspielte, die aber nun dennoch durch die Theaterfreundelandschaft in Meiningen geistern.
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Stadtrat tagt am 8. Mai zum Theater, 25.4.2007, TA

Die Sondersitzung des Stadtrates, in der eine Entscheidung über die Zukunft des Eisenacher Landestheaters gefasst werden soll, wird am 8. Mai stattfinden. Das wurde gestern aus dem Rathaus bestätigt.

EISENACH (smb/bs). Der Aufsichtsrat der Theater GmbH wird morgen erneut tagen. Vor gut einer Woche hatte er seine Entscheidung verschoben, da die Vertreterin des Kreises weitere Fragen zum vorliegenden Konzept-Entwurf geklärt haben wollte. Daraufhin war der ursrpünglich für den 19. April geplante Stadtrat abgesagt worden. Das Eisenacher Theater soll zum Ende der Spielzeit 2007/2008 Bestandteil der Kulturstiftung Meiningen werden und sein Musiktheater verlieren. Damit sind 76 Kündigungen verbunden. Das Konzept sieht für Eisenach ein Kammerorchester mit 24 Musikern, Tanz-, Jugendtheater und Musical vor. Meiningen soll Opern, Operetten, Sinfoniekonzerte und Schauspiel liefern.Staatssekretär Walter Bauer-Wabnegg hat gestern auf die Irritationen bezüglich des künftigen Namens reagiert (TA vom Sonnabend). Er bestätigte: “Kulturstiftung Eisenach-Meiningen ist ein unverbindlicher Arbeitstitel, der bisher noch nicht erörtert wurde oder abgestimmt ist.” Auch wenn über den Namen noch gesprochen wird, stehe fest: Der Meininger Theatername bleibt erhalten. Durch den Beitritt des Theaters Eisenach soll ein Gesamtgebilde Staatstheater entstehen. Das Land verfügt im Stiftungsrat über Stimmenmehrheit, machte Bauer-Wabnegg außerdem aufmerksam.

Peter Mittmann an Herrn Oberbürgermeister Jörg Reichel, 24.4.2007

Erhalt des Theaters Rudolstadt und des Orchesters Saalfeld-Rudolstadt in seiner bisherigen Form

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,

als Initiator der Thüringer Kulturinitiative möchte ich mich heute an Sie wenden mit der dringenden Bitte, alle möglichen Anstren-gungen zu unternehmen, um das Theater Rudolstadt und das Orchester Saalfeld-Rudolstadt in der jetzigen Form zu erhalten und weiterzuentwickeln.

In unserem Kampf gegen die Kürzungen der Thüringer Kultur konnten wir zusammen mit vielen Einzelinitiativen und Persön-lichkeiten sowie Organisationen bisher viele Thüringer dafür ge-winnen, sich für den Erhalt ihrer vielfältigen Kultur als ein Allein-stellungsmerkmal Thüringens zu engagieren. Dieses Engagement hat dazu geführt, dass die Landesregierung von ihren ursprüngli-chen Kürzungsplänen ein gutes Stück abrücken musste. Gerade der Mut der Bürgermeister von Saalfeld und Rudolstadt sowie der Landrätin vermochten hier einen Kompromiss mit dem Land her-auszuarbeiten, der es immerhin ermöglichte, bis zum Jahr 2012 – also in der bisher auch üblichen Zeitspanne – eine gewisse Si-cherheit zu erreichen.

Eine Voraussetzung dafür ist, nun auch die Mittel für die Aufsto-ckung des Beitrages bereitzustellen. Dies kann selbstverständlich nur als eine Zwischenlösung angesehen werden.

In Deutschland ist die Kultur seit jeher von Staats wegen gefördert
und organisiert worden. Strukturen für eine private Förderung in

größerem Stil fehlen weitgehend, sollten jedoch da, wo sie möglich
sind, zumindest als eine Ergänzung zur öffentlichen Förderung angestrebt und aufgebaut werden. Hierfür ergeben sich im Raum Saalfeld-Rudolstadt durch die Initiative der Unter-nehmen für den Erhalt des Theaters Saalfeld-Rudolstadt gute Ausgangsbedingungen, um langfristig eine Unterstützung auf den Weg zu bringen.

Unsere Initiative hat darüber hinaus bewirkt, dass das Kultusministerium bereit ist, die wirt-schaftlichen Auswirkungen der Kultur in einer Studie zu untersuchen. Hierfür liegen derzeit keine zuverlässigen Daten vor, so dass es nur gerechtfertigt ist, die Kürzungen im Kultur-etat komplett zu stornieren und erst einmal die Ergebnisse der Studie abzuwarten.
Eine Neu- oder Umstrukturierung im Kulturbereich unter Einbeziehung aller Kulturträger, das heißt, auch der Museen, bildenden Künste usw. erfordert meiner Meinung nach eine thüringenweite Kulturkonferenz, die eine bessere interne Abstimmung mit Wirtschaft und Kultur sowie auch insbesondere der Touristikbranche und auch eine entsprechende Ab-stimmung der Kulturschaffenden untereinander ermöglicht. Diesem Vorschlag stand der Ministerpräsident bei unserem Gespräch positiv gegenüber.

Unser Ziel ist es, dass mittelfristig bei den politisch Verantwortlichen die Bereitschaft gege-ben ist, Thüringen als Kulturland zu fördern und statt zu kürzen, in Kultur weiter zusätzlich zu investieren.

Die Einzigartigkeit der Thüringer Kulturlandschaft als etwas Erhaltenswertes auch für die restlichen Bundesländer darzustellen, ist hierzu ein notwendiger Schritt.

Wir hoffen darauf, dass diese Initiativen möglichst noch in diesem Jahr greifen und viel-leicht auch noch vor der Haushaltsdebatte im Herbst diese Argumente Auswirkungen auf die letztendliche Ausgestaltung der Kulturförderung in Thüringen haben wird.

Es wäre schade, wenn ein so mutiger erster Schritt wie in Rudolstadt und Saalfeld zum Erhalt der Kultur in der Region nicht auch zum Erfolg führen würde, zumal schon das Um-feld bis Bayreuth und Bamberg genügend Platz für einen attraktiven Kulturschwerpunkt bildet.

Nicht zuletzt fürchte ich auch eine Schwächung unserer Initiative, die durch die Initiative der Unternehmen im Landkreis Saalfeld und Rudolstadt sehr gestärkt wurde.

Mit den besten Wünschen und für ein gutes Gelingen

Peter Mittmann
INITIATIVE ERHALT THÜRINGER KULTUR

DS: Stadträte: Herrn D. Büchner, Herrn F. Dobermann, Herrn G. Franz, Herrn K.-H. Geiß-ler, Frau H. Grosse, Herrn J. Heinecke, Herrn K.-B. Holzhey, Herrn Dr. med. St. Kania, Herrn M. Kowalleck, Herrn H. Kulawik, Herrn G. Lamprecht, Herrn A. Langen, Herrn F. Lippmann, Herrn B. Lochner, Frau H. Musiol, Herrn Dr. med. E. Müller, Frau S. Österrei-cher, Herrn J. Pfeiffer, Herrn K. Rabsilber, Herrn E. Roschka, Frau R. Rösch, Herrn M. Schildbach, Herrn N. Schneider, Herrn M. Schüner, Herrn R. Thomas, Herrn Dr. med. J. Tscharnke, Frau B. Weihrauch, Herrn W. Wolfram, Herrn N. Wosniak, Herrn R. Wurzbach

Familie von Eichel - Streiber an Oberbürgermeister Matthias Doht und Herrn Intendanten Ansgar Haag , 24.4.2007

Stadt Eisenach / Südthüringisches Staatstheater Meiningen
Herrn Oberbürgermeister Matthias Doht / Aufsichtsrat Theater Eisenach z.Ktn.
Herr Intendanten Ansgar Haag
99817 Eisenach / 98617 Meiningen

Faxschreiben: 03691-670-900; 03693-880254

Sehr geehrter Herr Doht, sehr geehrter Herr Haag!

Gewiss ehrt es den gegenwärtigen Intendanten des Meininger Staats-theaters, wenn er die Zuschauerzahlen in Meiningen über die letzten eineinhalb Jahre gesteigert hat. Aber muss da nicht statistischer Wahr-haftigkeit Rechnung getragen werden, dass damit zunächst einmal ein Ausgleich geschaffen worden ist für den Einbruch des Publikumszu-spruchs, den der vormalige Intendant durch eigenwillige Inszenierungen zu verantworten hatte?

Es bleibt, sehr geehrter Herr Haag, dass Sie sich vermutlich nicht nur in der Sendung des Deutschlandfunks vom 27. März gegen ein Zusam-mengehen mit dem Landestheater Eisenach ausgesprochen haben. Wie mag das bei den Eisenachern ankommen? Konstruktiver war da die Po-sition des Eisenacher Intendanten Dr. Schlicht, eine Kooperation, sei sie mit den Bühnen Rudolstadt und Nordhausen oder Meiningen, auf eine konzeptionelle Strukturreform mit Visionen zu stellen. Daran ar-beitet die Eisenacher Theaterleitung. Und dazu gehört ein modernes PR- und Marketingkonzept in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten, das die Rolle der Eisenacher Bühne in die kulturhistorische und mu-sikgeschichtliche Tradition von Luther, Bach und Telemann einbindet, wie sie sich im Eisenacher Stadtbild und ihren touristischen Höhe-punkten widerspiegelt. Ob das von Meiningen aus geleistet werden kann, ist zu bezweifeln.

Es bleibt, dass ein Interessenkonflikt von Staatssekretär Professor Bau-er-Wabnegg in seiner kulturpolitischen Verantwortung und zugleich als Stiftungsratsmitglied der Kulturstiftung Meiningen besteht, und die Ei-senacher Bürger durch den Verlust eines gestaltenden Musiktheaters und die Überantwortung einer 125-jährigen städtischen Tradition in die Meininger Kulturstiftung einen ungleich großen Nachteil hinnehmen müssten. Dass Einsparungen notwendig und nachvollziehbar sind, sehr geehrter Herr Doht, eine Entscheidung aber nicht übers Knie gebrochen werden sollte, haben wir in unseren Schreiben von Anfang April schon zum Ausdruck gebracht.

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Vielleicht jedoch, sehr geehrter Herr Doht, war es nicht notwendig dar-auf hinzuweisen, dass unser Vorfahre Julius von Eichel-Streiber, nur ein Gebäude als Bespielbühne gestiftet hat. Immerhin hat er damit eine Tradition für gestalterische Kreativität begründet, die doch schon recht lange zurückreicht. Nicht zuletzt ist es ja auch das Gebäude, das als Vermögensbestandteil in die Kulturstiftung übereignet werden soll.

Und dass sich da ein demokratischer Meinungsbildungsprozess gegen die politischen Entscheidungen von oben geformt hat, zeigt sich in der Eisenacher Initiative für das Musiktheater und einer lebhaften Beteili-gung an der Demonstration der Eisenacher für ihren nicht ganz so sehr zu rupfenden Musentempel am Montag vergangener Woche.

Zur Rolle der Lokalpresse, sehr geehrter Herr Haag, ist unbedingt fest-zuhalten, dass sie eine unerlässliche Aufgabe in der föderal demokrati-schen und kulturpolitischen Information und Meinungsbildung wahr-nimmt. Warum sollten ihre Berichte und Rezensionen geringer einzu-schätzen sein als die der überregionalen und Fachpresse. Welcher The-ater- und Opernliebhaber trifft seine Entscheidung für einen Karten-kauf schon allein aufgrund der Besprechungen in Opernwelt und Thea-ter der Zeit, deren Radius doch durch eine relativ geringe Auflagenzahl begrenzt ist.

In diesem Sinn ist unbedingt zu überdenken, ob das Kooperationskon-zept vom März 2007 so entschieden werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen
für Familie von Eichel-Streiber

Bonn, den 24. April 2007

Hochschulen bleiben verschont, 24.4.2007, TA

Das Land Thüringen will in den nächsten beiden Jahren in seinem Haushalt massive Einsparungen vornehmen. Während aber das Ressort Soziales mit fast 60 Millionen Euro weniger auskommen soll, dürfen die Hochschulen hoffen, ihr bisheriges Niveau beizubehalten.
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Doht: Verzögerung gefährdet Landestheater, 24.4.2007, TA

EISENACH (sv/bs). Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) lehnt es ab, die Entscheidung zum Theater zu vertagen und neu mit dem Land zu verhandeln. Das ist eine Forderung der Bürgerinitiative “Pro Musiktheater”.
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Störmanöver aus Saalfeld, 23.4.2007, TA

Das Störfeuer kommt plötzlich und unerwartet: Der Saalfelder Stadtrat wird sich übermorgen möglicherweise gegen die weitere Finanzie-rung der Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt entscheiden - aus Angst vor einer Kostenexplosion. Dabei schien die Zukunft des Orchesters fast gesichert.
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So viel kostet die Kunst, 21.4.2007, TLZ

Weimar. (tlz) Unbezahlbar ist “Die Walküre” für das Renommee des Theaters. Doch welchen Preis hat die Kunst? Dass das Schöne auch seine materiellen Seiten hat, verdeutlichte vorgestern der IHK-Wirtschaftsbeirat: Die Theater sollen ihre Einspielquoten erhöhen, forderte er. Beim DNT liegt sie zwischen zwölf und 13 Prozent, was in Thüringen überdurchschnittlich ist.
18,9 Millionen Euro: Das war der Theateretat im vergangenen Jahr. “Fast 80 Prozent davon sind Personalkosten”, sagte DNT-Geschäftsführer Thomas Schmidt. Ziehe man die Betriebskosten ab, blieben tatsächlich zehn Prozent für die Kunst. Produktionskosten für Staatskapelle, Oper und Schauspiel, Inszenierungsaufwand für Requisite, Licht und Ton. 25 Premieren, 20 Stücke aus dem Repertoire sowie Lesungen und anderes, gestemmt von 400 Mitarbeitern.
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Name als neuer Streitpunkt, 21.4.2007, TLZ

Eisenach. (ep) Es war nur eine Formulierung in einer sehr langen Mitteilung, doch genau diese Formulierung sorgt für den nächsten Nebenkriegsschauplatz in der Theater-Debatte. Mitte der Woche hatte die Stadt eine Mitteilung heraus gegeben, um damit noch einmal für die Vorzüge eines Zusammengehens mit Meiningen unter den Prämissen des städtischen Konzepts zu werben. Ziel, so hieß es, sei ein “Thüringer Staatstheater Eisenach-Meiningen”.
Das Echo aus Meiningen auf diesen Namen ist einmütig: Niemals. Der Chef des Theaterfördervereins wird im “Meininger Tageblatt” mit folgenden Worten zitiert: “Wir können mit dem geplanten Gebilde nicht leben, schon gar nicht mit einem Namen, bei dem das kleinere, unbedeutendere Haus vorne steht”. Landrat Luther (Schmalkalden-Meiningen) kommentiert: “Alles Quatsch”.
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Jeder will vorne stehen: Verwirrung um Namen der Theater-Kulturstiftung, 21.4.2007, TA

EISENACH (bs). Nachdem Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) in dieser Woche verkündet hat, dass die Kulturstiftung Meiningen ihre Türen weit für Eisenach öffnen wird, hörte man aus Meiningen gestern ganz andere Töne.
So berichtete das Meininger Tageblatt, dass man Eisenach nicht im Namen haben möchte und schon gar nicht vor Meiningen stehend. In einer Pressemitteilung aus der Eisenacher Stadtverwaltung war die Rede davon, dass die Stiftung als “Kulturstiftung Eisenach-Meiningen” firmieren soll. Und weiter: “Insgesamt entsteht ein Thüringer Staatstheater Eisenach-Meiningen.”
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