Archiv des Monats Dezember, 2006

Orkan erfasst Kulturlandschaft, 30.12.2006, OTZ

“…
Ob sich das Land im Frühjahr wirklich mit den Theaterträgern einigen wird, ist ungewiss. Ebenso, ob überhaupt noch Theater und Orchester schließen müssen. Eines scheint indes sicher, die Debatte wird noch einige Gewitter hervorbringen.Am Ende der Diskussion stehen dann wohl nicht mehr zehn Orchester und sechs Standorte für Musiktheater.
…”

Theater- und Orchesterdebatte führt zu donnernden Protesten und wirbelsturmartigen Wendungen
Von OTZ-Redakteurin Ulrike Merkel
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Orkan erfasst Kulturlandschaft, 30.12.2006, OTZ

“…
Ob sich das Land im Frühjahr wirklich mit den Theaterträgern einigen wird, ist ungewiss. Ebenso, ob überhaupt noch Theater und Orchester schließen müssen. Eines scheint indes sicher, die Debatte wird noch einige Gewitter hervorbringen.Am Ende der Diskussion stehen dann wohl nicht mehr zehn Orchester und sechs Standorte für Musiktheater.
…”

Theater- und Orchesterdebatte führt zu donnernden Protesten und wirbelsturmartigen Wendungen
Von OTZ-Redakteurin Ulrike Merkel
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Durch Weimarer Modell doppelt so leistungsfähig, TLZ, 29.12.2006

“Schneewittchen” zeigt, was gute Zusammenarbeit hervorbringen kann: DNT-Generalintendant Stephan Märki macht sich stark für ein Theater, das nicht aus Eifersucht und Machtpolitik in seiner Handlungsfähigkeit beschnitten wird.
Fototext

Wien. (tlz) Mit einer tollen neuen Spielzeit wird das Weimarer DNT sein Publikum begeistern: mit dem kompletten “Ring”, mit Faust I und II - nach schon absehbaren sehr guten Besucherzahlen in der gegenwärtigen Saison.

Dennoch ist das Nationaltheater bedroht.

Die TLZ traf Generalintendant Stephan Märki in Wien. Dort und in München diskutiert der Schweizer derzeit neue, kreative Zukunftsideen.
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“Widersinnige Verantwortungslosigkeit”, 29.12.2007, Tagesspiegel

Kulturkürzungen
“Widersinnige Verantwortungslosigkeit”
Die Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein wirft der Politik wegen der Streichung von Kulturausgaben trotz verbesserter Finanzlage “widersinnige Verantwortungslosigkeit” vor.
Dresden - Es sei “politisch entblößend”, wenn trotz steigender Steuereinnahmen und guter Wirtschaftsprognosen in Thüringen und anderswo an einstmals beschlossenen Sparmaßnahmen unbeeindruckt festgehalten werde, sagte der Vorsitzende der Gruppe und Intendant des Dresdner Staatsschauspiels, Holk Freytag.

Nach seinen Angaben machen etwa die Kulturausgaben in Thüringen lediglich 0,1 Prozent der Gesamtausgaben aus. “Wer hier den Hebel zur Konsolidierung eines Landeshaushaltes ansetzt, handelt ohne Vernunft oder aus Populismus”, fügte Freytag hinzu.

Nach den Plänen der Thüringer CDU-Regierung sollen die Landeszuschüsse ab 2009 um zehn Millionen auf 50 Millionen Euro reduziert werden. Dies hatte zu massiven Protesten nicht nur in Thüringen geführt. Aus Solidarität führten beispielsweise Ende November rund 160 Musiker und 120 Chorsänger aus ganz Deutschland in der völlig überfüllten neuen Erfurter Oper Beethovens Neunte Sinfonie auf. (tso/ddp)

Kulturland Thüringen nicht aufs Spiel setzen, 28.12.2006, TLZ/Dradio Kultur

Es muss gespart werden aber bitte nicht kaputt sparen

Weimar. (tlz) Thüringen darf seinen Status als Kulturland nicht aufs Spiel setzen. Davor warnte TLZ-Chefredakteur Hans Hoffmeister jüngst in einem Interview mit Birgit Kolbmann vom Deutschland-Radio Kultur. Die TLZ
dokumentiert das Rundfunk-Interview.
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Visionen und Fusionen, 29.12.2006, TA

Hoffnung schöpfen oder abwarten? Nach den Äußerungen von Ministerpräsident Dieter Althaus in dieser Zeitung sind die Theater- und Orchesterträger hin- und hergerissen.

THÜRINGEN. Investiert die Stadt Eisenach mehr in ihr Landestheater, stockt auch das Land seine Förderung auf - “wenn damit eine sinnvolle Struktur entsteht”. Diese Einschränkung aus dem Althaus-Interview stimmt Eisenachs Bürgermeisterin Ute Lieske bedenklich, denn eine Zusage ohne Wenn und Aber sieht anders aus. Ob Eisenach seine Ausgaben für das Theater erhöht, sei derzeit offen. “Darüber muss der Stadtrat entscheiden. Wenn wir mehr investieren, müssen tragfähige Strukturen entstehen”, sagt Lieske und denkt an eine oft erwogene Fusion: “Wir verhandeln mit Meiningen und denken, das ist ein richtiger Weg.”Von einem Hoffnungsschimmer spricht Hermann Breuer, Intendant der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl. Nach dem Althaus-Interview scheint eine Fusion seines Orchesters mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt realistischer und finanzierbarer denn je. “Wir haben die Zusammenarbeit seit langem eingefädelt, sie wäre eine gute Möglichkeit”, so Breuer gegenüber TA. Erfurts Kulturdirektor Jürgen Bornmann sieht das ebenso. Mit dem Erfurter 58-Mann-Orchester sei der Opernbetrieb nicht aufrecht zu erhalten. Aus der Partnerschaft mit Gotha-Suhl könne man eine Ehe machen, sagte Bornmann gegenüber dpa und kann sich sogar ein zweites Thüringer A-Orchester mit 99 Musikern vorstellen. Eine Kooperation mit dem Weimarer DNT nannte er “nicht absehbar”.Unklar ist, ob die Träger der Thüringen Philharmonie ihre Förderung für das Orchester im Falle einen Zusammengehens beibehalten oder gar aufstocken, sodass das Land in Zugzwang gerät. Hermann Breuer ist hoffnungsvoll, “allerdings wäre es für die örtlichen Subventionsgeber wichtig, dass sie sich in dem Orchester noch wiederfinden”. Suhls Bürgermeister Jens Triebel bleibt skeptisch: Er kann sich nicht vorstellen, dass das Land die von Althaus angekündigten Mittel zur Verfügung stellt. Falls doch, will er sich dafür einsetzen, dass die Stadt Suhl das Orchester wie bisher fördert. “Wenn der Zusammenschluss eine Chance ist, das Orchester zu erhalten, dann sollte sie genutzt werden.”
Frauke ADRIANS

Berlin, offene Stadt

Weimar? Es gab auch eine Berliner Klassik. Conrad Wiedemann von der Akademie der Wissenschaften über Deutschlands erste moderne Zivilgesellschaft

Herr Wiedemann, was deutsche Klassik ist, weiß jeder: Goethe, Schiller, Weimar. Eine Arbeitsgruppe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften forscht unter Ihrer Leitung über eine Berliner Klassik. Muss die deutsche Kulturgeschichte umgeschrieben werden?

In der Tat ist etwas übersehen, vielleicht auch bewusst ignoriert worden. Aus unserer Sicht – unsere bisherigen Ergebnisse haben das erhärtet – gibt es um 1800 zwei gleichberechtigte Zentren des Geistes in Deutschland. Neben Weimar und Jena eben auch Berlin, und neben Goethe und Schiller stehen die schon damals weltberühmten Brüder Humboldt und viele andere.
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Im Wort: Die Theater und der Ministerpräsident, 28.12.2006, TA

Die Erklärungen von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) am letzten Samstag in dieser Zeitung haben Bewegung und Hoffnung in die Theaterdebatte gebracht.

ERFURT. Dieter Althaus hatte die Bereitschaft erklärt, eine Erhöhung der Theaterfinanzierung durch die Träger mit einer proportionalen Erhöhung der Landesmittel zu beantworten. Diese Verfahrensweise wurde in der “Modellrechnung” des Kultusministers Jens Goebel angekündigt. Mathias Rohlfs, Kulturamtsleiter in Suhl, nannte die so eröffnete Perspektive “das schönste Weihnachtsgeschenk”. Althaus hatte in Aussicht gestellt, die bisherige Förderung der Philharmonie Gotha-Suhl, die vollkommen eingestellt werden sollte, an die Oper Erfurt zu zahlen, wenn die Philharmonie Teil des dortigen Orchesters würde und “die Träger in einer konstruktiven Weise mitarbeiten”. Nun wollen diese Träger am 8. Januar beraten, welche Finanzierungsmöglichkeiten sie im Lichte dieses Versprechens sehen. Klar dürfte sein, dass die Philharmonie nach einer Fusion mit dem Erfurter Orchester eine Doppelexistenz führte: Teil des Theaterorchesters zum einen, die alte Philharmonie mit Verpflichtung zum Konzertieren an ihren bisherigen Wirkungsstätten zum anderen.
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Musiktheater in Weimar in Not, 27.12.2007, TLZ

Erfurt/Weimar. (tlz) Der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) rückt von der Absicht ab, bei Theatern und Orchestern zehn Millionen Euro zu kürzen. Das meldet die “Thüringer Allgemeine”. Wenn die Träger ihre Zuschüsse erhöhen, werde die Landesregierung ihre Förderung ebenfalls proportional steigern - “wenn damit eine sinnvolle Struktur entsteht”, wird Althaus zitiert.

Dies gelte etwa bei einer Zusammenarbeit der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl mit der Oper Erfurt. Dann sei das Land bereit, seine bisherige Förderung der Philharmonie auf die Erfurter Oper zu übertragen.

Die Verknüpfung der Theaterfinanzierung mit einer Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs (KFA), die Althaus vor Wochen im TLZ-Interview zum vermeintlichen Problemlöser erklärt hatte, ist für ihn jetzt nicht mehr als ein haushaltstechnischer Vorgang. Offenbar hatte er damals diese Absicht nur deshalb angekündigt, um der heftigen öffentlichen Debatte die Spitze zu nehmen und Zeit zu gewinnen. So enttäuscht er selbst geweckte hohe Erwartungen im Lande.
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Chefsache, 27.12.2006, TA

Was bedeutet das? Bedeutet es überhaupt etwas oder war es ein Stück beruhigender Öffentlichkeitsarbeit zum Fest? Immerhin, so klar, so belastbar wie am Samstag im Gespräch mit dieser Zeitung hat sich der Ministerpräsident Dieter Althaus noch nie zur Theaterdiskussion geäußert. Die tatsächliche Belastbarkeit dieser Äußerungen könnten die Träger, wenn sie es denn wollen, nun überprüfen. Sie könnten im Januar die Summe nennen, um die sie ihre Theaterförderung erhöhen wollen und vom Land die prozentual gleiche Erhöhung verlangen - der Chef hat es gesagt. Die Träger der Philharmonie Gotha-Suhl könnten erklären, einen nennenswerten Beitrag auch dann weiter zu leisten, wenn ihr Orchester, verpflichtet zu einer bestimmten Anzahl von Konzerten bei ihnen, im Graben der Erfurter Oper sitzt und das Land fragen, ob es seine bisherige Philharmonie-Förderung nun nach Erfurt ausreicht - der Chef hat es gesagt. Wir werden sehen, was die Äußerungen des Ministerpräsidenten gelten im Land. Henryk GOLDBERG

Dieter Althaus zum Stand der Thüringer Theater-Dinge, 23.12.2006, TA

Dieter Althaus zum Stand der Thüringer Theater-Dinge

Anders als angekündigt wird bis Jahresende kein Finanzierungsvertrag für Theater und Orchester unterschrieben sein. Zum Stand der Dinge ein Gespräch der Kulturredaktion mit Ministerpräsidenten Dieter Althaus.

Herr Ministerpräsident, niemand hat unterschrieben, niemand ist glücklich. Was nun?

Wir werden weiter arbeiten. Die Debatte des letzten halben Jahres hat gezeigt, dass strukturelle Änderungen unumgänglich sind. Mit einigen Trägern sind wir schon sehr weit, mit anderen weniger. Wir werden im neuen Jahr mit allen Beteiligten weiter verhandeln.
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Warum die EU das Unesco-Abkommen über kulturelle Vielfalt unterstützt, 22.12.2006, Tagesspiegel

“…
Zur Debatte steht in der Unesco, die kulturelle Vielfalt als Wert an sich anzuerkennen. Das Unesco-Abkommen kennt anders als die knallharten Wirtschaftsabkommen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) keinerlei Sanktionen – wie denn auch. Doch umgekehrt bietet es einen mindestens moralischen Schutz gegen Sanktionen, die sich auf Einschränkungen im – gewiss von Land zu Land unterschiedlich definierten – Kulturbereich richten. Dass Deutschland, anders als beim Unesco-Abkommen gegen Kunstraub, sich diesmal nicht Jahrzehnte mit der Ratifizierung Zeit lässt, ist ein weiterer Pluspunkt in der Bilanz von Kulturstaatsminister Neumann.
…”

Von Bernhard Schulz

Mit dem „Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ hat die Unesco im vergangenen Herbst einen kaum zu unterschätzenden Schritt getan – nicht etwa zum Multikulti-Mischmasch, sondern zur Bewahrung deutlich markierter Identitäten. Nun wurde in Brüssel der Beitritt der Europäischen Union zum Abkommen vom 20. Oktober 2005 gefeiert – allerdings nur symbolisch, weil die EU als transnationale Organisation nicht Vertragspartner sein kann. Das bleibt den einzelnen Mitgliedstaaten vorbehalten.
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TAcheles: Demnächst, 22.12.2006, TA

Demnächst in diesem Theater. Demnächst, also nicht mehr in diesem Jahr, sollen die Finanzierungsverträge des Landes mit den Trägern von Theatern und Orchestern unterzeichnet werden. Das Ziel, so der Sprecher des Kultusministeriums, sei das erste Quartal 2007. Die Entwicklung wirkt jetzt, nach der Korrektur für Nordhausen, überschaubar, doch vollkommen offen hingegen sind die Dinge zwischen Weimar und Erfurt. Hier könnte die Thüringer Kulturpolitik nachhaltig und mit bundesweiter Resonanz kollabieren. Hier endlich, hier wenigstens bedarf es eines auch öffentlich vertretenen Konzeptes der Regierung. Der Freistaat aber scheut die politische Verantwortung für eine Situation, die er erst geschaffen hat. Die Situation zwischen beiden Städten ist zu sensibel, das Nationaltheater Umfeld und Geschichte zu prominent, als dass eine Landesregierung entspannt warten könnte, was geschieht. Diese Haltung wird ihr auf die Füße fallen, demnächst.
Henryk GOLDBERG

Thüringen: Kultusministerium will Zuschüsse für Theater Nordhausen geringer kürzen als bisher geplant, 20.12.2006, DRadio Kultur

Am Theater in Nordhausen schöpft man neue Hoffnung. Die Zuschüsse des Landes Thüringen sollen nämlich offenbar nicht so drastisch gekürzt werden wie bisher geplant. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke sagte, damit existiere eine ernst zu nehmende Verhandlungsgrundlage zur Fortsetzung des Betriebes. Betroffen ist neben dem Theater in Nordhausen auch das Orchester in Sondershausen. Bisher waren Einsparungen von etwa 70 Prozent vorgesehen - nach dem neuen Angebot, das vom Kultusministerium in Erfurt bisher nicht bestätigt wurde, sind es nur noch 30 Prozent.

Radio Übertragung, 19.12.2006, DRadio

Ein Beitrag auf Deutschlandradio Kultur über die Protestaktionen am 28.09.2006 gegen die geplanten Kürzungen der Landesmittel für die Thüringer Orchester und Theater und die weitere Entwicklung des Kulturkampfes und der Initiative Erhalt Thüringer Kultur.

Radio Übertragung

Eine Chance Für Nordhausen, 20.12.2006, TA

Jetzt ist es offiziell: Das Theater Nordhausen bekommt mehr Geld. Das Kultusministerium billigt ihm die 2,2 Millionen Euro zu (TA berichtete), die in dem 10-Millionen-Kultursparpaket noch übrig sind. Statt der ursprünglich vorgesehenen 1,5 Millionen bekäme das Theater dann 3,7 Millionen Euro. Das klingt schon besser, ist aber noch lange nicht genug.
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“Solidarität hat es nie gegeben”, 21.12.2006, TLZ

Nordhausen/Erfurt. (tlz) In freudig festliche Stimmung versetzt Kultusminister Jens Goebel (CDU) die Künstler und Kulturbürger in Thüringens Norden: Sie sehen wieder eine Überlebenschance für ihr Theater, nachdem Goebel erwartungsgemäß die in seiner “Modellrechnung” ab 2009 noch frei verfügbaren 2,2 Millionen Euro Förderung nun dem Nordhäuser Haus und dem Loh-Orchester Sondershausen als vorweihnachtliches Präsent anbietet. Das gab die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gestern bekannt. An anderen Standorten - vor allem in Gotha und Eisenach - dürfte indes die Weihnachtsstimmung gründlich verdorben sein.
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Engagiert: Weimars Sportler wollen 5000 Strikes für das DNT, 19.12.2006, TLZ

Weimar. (tlz) Wenn es ums DNT geht, ist auf die Sportler Verlass: Auf zwölf Bahnen wird in der ersten Woche des neuen Jahres im “SuperBowl” im Atrium fürs Theater gebowlt. Die Initiative, die durch den Stadtsportbund, SSV Vimaria Weimar, Sektion Bowling, und die Betreiber des Bowlingcenters angestoßen worden ist, will dem DNT helfen. Dabei hat jeder die Gelegenheit, mit jedem erzielten Strike auf Thüringens modernster Bowlinganlage einen bescheidenen Beitrag zu leisten. Vom 2. Januar an spielt jeder Strike (alle zehn Pins mit dem ersten Wurf geräumt) 0,25 Cent in die Spendenkasse, die durch das Bowlingcenter gefüllt wird. Jeder erfolgreiche Bowler kann darüber hinaus den gleichen Betrag freiwillig beisteuern. Durch die Sportler des SSV Vimaria, die am 2. und 3. Januar das Training auf der Anlage besonders intensiv gestalten wollen, soll diese Aktion einen erfolgreichen Auftakt finden. Das Ziel: 5000 Strikes fürs DNT.

Prof. Dr. Ulrich Wieczorek, , 18.12.2006

Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen Herrn Dieter Althaus Regierungsstraße 73 99084 Erfurt

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

unser Institut ist mit Thüringen über einen unserer Honorarprofessoren verbunden, der die Raumplanung vertritt und bereits mehrere Doktoranden der Bauhaus-Universität Weimar betreut hat, wobei ich selbst an der Promotionsprüfung mitgewirkt habe. Nun erfahre ich mit großem Befremden aus der Presse, dass das Land Thüringen die Zuschüsse für Theater und Orchester im Freistaat drastisch kürzen will, was rigorosen Spartenabbau in einigen Theatern und die Abwicklung eines der traditionsreichsten Orchester Deutschlands nach sich ziehen wird.
Auf der anderen Seite höre ich, dass von Seiten des Landes geplant ist, eine Offensive zu starten, um hoch qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten. Der Landesregierung sollte klar sein, dass sich Kürzungen im Kulturbereich und der Versuch, hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu halten, widersprechen. Hochqualifizierte Arbeitskräfte werden sich dort Stellen suchen, wo die Möglichkeit besteht, in der Freizeit ein anspruchsvolles Angebot wahrzunehmen. Genau diese Möglichkeit ist ab 2009 durch die Einschnitte im Kulturbereich in Teilen des Landes Thüringen reduziert. Sie sollten wissen, dass es neben den kostenrelevanten Standortfaktoren auch „weiche“ Industriestandortfaktoren gibt, zu denen das kulturelle Umfeld gehört. Es zeigt sich immer wieder, dass Einsparungen im kulturellen Bereich und die damit sinkende Attraktivität eines Arbeitsplatz- aber auch Wohnstandorts zur Abwanderung von Menschen führen.
Insbesondere in der jetzigen Zeit des immer dramatischer werdenden Mangels an Ingenieuren, Mathematikern und Physikern geht Thüringen den Weg, in großen Teilen des Landes den Trend zum Passivraum zu verstärken. Die Chancen werden damit immer geringer, dass Arbeitsplätze für Hochqualifizierte geschaffen werden. Diese Arbeitsplätze werden vermehrt in den bereits bestehenden Aktivräumen um Hamburg, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart und München entstehen. Gerade im Westen Thüringens wäre es notwendig, alles zu tun, um die Fernwirkung des Aktivraums Frankfurt zu verstärken. Dem Freistaat Thüringen kann nicht daran gelegen sein, nur Betriebe anzusiedeln, die lediglich eine verlängerte Werkbank von im Westen ansässigen Firmen darstellen. Darüber hinaus ist die Reduzierung des kulturellen Angebots ein verheerendes Signal für die Förderung des Tourismus im Lande. Um den daraus folgenden negativen Entwicklungen entgegen zu wirken, muss in der Regel ein Mehrfaches der durch die Reduzierung im Kulturbereich gewonnenen Einsparungen im Bereich der Wirtschaftsförderung ausgegeben werden. Ein Land wie Thüringen, dem bis 2020 in weiten Teilen des Landes, auch in dem zu den großen Wirtschaftszentren der Bundesrepublik nahe gelegenen Westen des Landes Abwanderungsraten prognostiziert werden (vgl. Berlin Institut (Hrsg.): Die Demographische Lage der Nation. Februar, 2006), kann sich aus meiner Sicht nicht leisten, die Abwanderungsproblematik durch kulturellen Kahlschlag zu verschärfen. Es muss im Gegenteil alles getan werden, um dieser Entwicklung zu begegnen.
Daher sollte die Landesregierung ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Dringend nötig wäre eine präzise Stärken-Schwächen-Analyse der Teilräume Thüringens. Jeder auch noch so kleine Baustein, der zur Stärke beiträgt, ist dabei wichtig. Der kulturelle Faktor ist eine bedeutende Stärke des Landes. Hier ist nicht regional unausgewogener Kahlschlag sinnvoll, sondern Bündelung der Kräfte.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Ulrich Wieczorek

Planlose Zerstörung, Ausgabe 2006/05, Oper und Tanz

Aufruf zum bürgerlichen Widerstand in Thüringen ·
Von Stefan Meuschel

“…
In Anbetracht der Tatsache, dass Thüringen lediglich 1,3 Prozent seines Haushalts in Höhe von rund 9,2 Milliarden Euro für kulturelle Zwecke aufwendet und Goebels „Neuordnung“ gerade mal 0,09 Prozent ausmachen würde, verrät diese Argumentation, welch Geistes Kind die Erfinder der „Neuordnung“ sind.

Es geht ihnen nur um Haushalts-, nicht um Kulturpolitik. Es wird nicht nach vernünftigen Lösungen gesucht, es wird keine Strukturdebatte geführt, sondern es wird um eines lächerlichen haushaltspolitischen Effekts wegen eine flächendeckende Zerstörung gewachsenen kulturellen Reichtums in Kauf genommen. Buchstäblich ohne Rücksicht auf Verluste an kulturellem Erbe, an städtischen Strukturen, an Bildungsmöglichkeiten oder auch touristischer Attraktivität. Diese „Neuordnung“ ist keine motivierende Reform, sondern ein Aufruf zum bürgerlichen Widerstand, der sich zwischen Rudolstadt und Nordhausen, Eisenach und Weimar schon zu regen beginnt. Es sollte doch möglich sein, einer CDU-Regierung zu zeigen, wie Werte-Debatten ablaufen.
…”

Viel Regierungserfahrung zu sammeln, hatten die Thüringer keine Gelegenheit. Ihr im fünften Jahrhundert entstandenes kleines Königreich wurde schon in der Mitte des sechsten von den Franken und Sachsen zerschlagen, und dem Geschlecht der Ludowinger, das 1130 die Thüringer Landgrafschaft errichtet hatte, gebrach es wegen Kreuzfahrereien und Sängerwettbewerben an der Zeit, für Nachkommenschaft zu sorgen. Als es 1247 ausstarb, fiel Thüringen an die sächsischen Wettiner. Und die teilten: erst sich selbst in die Ernestiner und die Albertiner Linie, dann die westthüringisch-albertinischen Gebiete in so viele Duodezherrschaften, dass einerseits die deutsche Klassik, andererseits die standesgemäße Vermehrung im europäischen Adel gesichert war.
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Solidarisch gegen das Streichkonzert , 19.12.2006, TA

Sollte Kultusminister Jens Goebel sich Hoffnungen gemacht haben, vor Jahresende neue Finanzierungsverträge mit einigen Theater- und Orchester-Trägern abschließen zu können: In Jena wird ihm das nicht gelingen.

THÜRINGEN. Nach dem gestrigen Gespräch des Jenaer Oberbürgermeisters Albrecht Schröter (SPD) mit dem Kultusministerium verlautete: Es wird weiter verhandelt. Nach geltendem Vertrag muss eine Einigung über die Finanzierung der Jenaer Philharmonie ab 2009 eigentlich bis 31. Dezember unterzeichnet werden. Aber was Goebel dem Orchester in seiner “Modellrechnung” zudenkt, ist aus Trägersicht offensichtlich nicht unterschriftswürdig. Derzeit erhält die Philharmonie 1,54 Millionen Euro vom Land, ab 2009 sollen es nur noch 1,3 Millionen sein - bei permanent steigenden Kosten. Ohne Entlassungen könnte das 78 Musiker starke Orchester die Kürzung schwerlich verkraften.

Dabei geht es den Jenaern vergleichsweise gut. Die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl soll ab 2009 überhaupt kein Geld mehr bekommen. Aber auch nach dem Kabinettsbeschluss vom 12. Dezember, der die verantwortungslosen Streichpläne noch einmal bestätigte, denken die Musiker nicht ans Aufgeben. “Es gibt uns bis 31. Dezember 2008″, sagt Betriebsratschef und Solocellist Michael Hochreither ruhig, “und solange wir da sind, kämpfen wir.” Es wird weitere Protestaktionen geben, das Orchester wird nicht aufhören, die Landesregierung an ihre Verantwortung zu erinnern, die Goebel und Ministerpräsident Dieter Althaus so gern auf die Träger schieben. Wenn mit der Thüringen Philharmonie eines der besten Orchester des Landes stirbt - wie womöglich weitere vier Orchester und drei Theater -, dann ist das die Schuld der Regierung Althaus.

Womit diese Regierung wohl nicht gerechnet hat, ist das Ausmaß der Solidarität der Künstler untereinander. Die Orchester lassen sich nicht gegeneinander ausspielen, statt dessen spielen sie zusammen - wie beim 13-stündigen Thüringer Kultur-Marathon in Suhl. Die Solidarität übersteht bislang auch die notorischen Reibereien zwischen Erfurt und Weimar. Zwar fürchten die 59 Musiker des Philharmonischen Orchesters Erfurt, zur Manövriermasse im Fusionspoker beider Theaterhäuser zu werden. Aber sie wissen: Die schrillen Weimarer Töne, die sich gegen die Neue Oper Erfurt richten, gehen nicht von den Weimarer Kollegen aus.

Was Goebel sich vorgenommen hat, wird er höchstwahrscheinlich nicht erreichen: fristgerechte Unterschriften unter Finanzierungsverträge. Auch in Meiningen und Gera-Altenburg wird es damit wohl nichts werden. Für die Theater und Orchester ist das kein großer Triumph. Aber das Wissen um ihre Solidarität stärkt sie alle.

Von Frauke ADRIANS

Danke, es geht uns gut!, 18.12.2006, SZ

Rolf Bolwin, der Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins, über Wege aus der Theaterkrise

Theater? Ist das nicht diese unsichere Branche, die immer nur mit Lohnverzicht, Stellenabbau und Spartenschließungen ums Überleben kämpft? Und immer gleich aufschreit, wenn der Gürtel enger geschnallt werden muss? Während sich jedoch die öffentlichen Haushalte allmählich erholen, sind die Theater weiterhin Opfer zum Teil unumkehrbarer Sparmaßnahmen. Ein Gespräch mit Rolf Bolwin, dem Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins, darüber, was sich ändern muss, damit man die deutsche Theaterstruktur erhalten kann.

SZ: Herr Bolwin, hat das aktuelle Beispiel Thüringen, wo die Landesregierung den Etat für Theater und Orchester von 60 auf 50 Millionen kürzen möchte, gezeigt, dass alle Reformen nichts bringen, wenn der Staat nicht mehr bereit ist, seine Theater auskömmlich auszustatten?

Rolf Bolwin: Wir haben schon seit langem befürchtet, dass die Theater- und Orchesterlandschaft in Thüringen in ihrem bisherigen Umfang vielleicht nicht zu erhalten ist. Die Landespolitik hat das auch immer geäußert.
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Ungetrübte Festfreude, 18.12.2006, TLZ

Meiningen. (dpa/tlz/wohi) Mit einem Festakt ist am Sonntag das 175-jährige Bestehen des Meininger Theaters gefeiert worden. Politiker und Theaterschaffende erinnerten an die Geschichte des Hauses, das im 19. Jahrhundert zum Impulsgeber für Häuser in ganz Europa wurde. Kultusminister Jens Goebel (CDU) bezeichnete das Theater als “Aushängeschild” der Kulturlandschaft des Freistaats.

Vor dem Haus protestierten bloß eine Handvoll Theaterfreunde gegen die Sparpläne der Landesregierung. Diese will ihre Kulturförderung ab 2009 von derzeit 60 auf unter 50 Millionen Euro pro Jahr senken. Der Münchner Theaterprofessor Bernd Sucher sagte in seiner Festrede, an der Strukturkrise, in der sich die Theater befänden, seien auch die Politiker schuld, “die Intendanten berufen, Subventionen vergeben und meist nur reagieren, nicht agieren, also sich verhalten wie aufgeschreckte Hühner.” Angesichts seiner Geschichte sei Meiningen “ein besonderer Fall”. Wer da Hand anlege, bekomme “hoffentlich Hohn und Ärger zu spüren”.
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Meiningen: Die Unberührten, 18.12.2006, TA

“…
Meiningen ist von den Sparbeschlüssen weitgehend unbetroffen, der Träger ist eine Stiftung, deren Vorsitzender Bauer-Wabnegg. Die Meininger könnten die Ersten sein, die einen neuen Finanzierungsvertrag mit dem Land unterzeichnen; könnten also die Ersten sein, die die Solidarität der Bühnen gegenüber der Kulturpolitik zur Auflösung bringen.
…”

Intendant Ansgar Haag eröffnete gestern, gegen das Protokoll, mit der Anrede “Sehr verehrtes Publikum”, die Honoratioren kamen später, und demonstrierte so, dass er das Prinzip Meiningen verstanden hat. Da fiel es nicht sonderlich ins Gewicht, dass der Ministerpräsident sich entschuldigen ließ. Zumal das Orchester des Hauses nun den hochmögenden Titel “Hofkapelle” trägt, da ist die vom Theatersterben unberührte Stadt ganz bei sich.
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Stummer Protest zum 175. Geburtstag des Meininger Theaters

Etwa 30 Demonstranten haben anlässlich des Festaktes zum 175. Geburtstag des Meininger Theaters einen stummen Protest zum Abbau der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft geliefert. Ministerpräsident Dieter Althaus wollte kommen - er schicke jedoch Minister Jens Goebel und Staatssekretär Bauer-Wabnegg.

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Die Stunde der Opportunisten, 16.12.2006, TLZ

“…
Misslingt aber Goebels Szenario so wie seinerzeit das Dagmar Schipanskis, wird man sagen: Wunder gibt es, wenn es sie gibt, nur in der Kunst. In den nächsten zwei Wochen muss Standhaftigkeit sich erweisen.
…”

Nach sechsmonatigen Verhandlungen mit den 26 Trägern der acht Theater und zehn Orchester will Kultusminister Jens Goebel (CDU) nun “verbindliche Vereinbarungen” über die Finanzierung ab 2009 anbieten. In Einzelfällen sei dies sogar noch in diesem Jahr möglich, bestätigte gestern sein Sprecher. Als vorrangige Kandidaten dafür gelten die Theater Altenburg-Gera und Meiningen sowie die Jenaer Philharmonie - jene Standorte also die beim Kahlschlag mit relativ glimpflichen Blessuren davonkommen sollen.
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Bachchor Eisenach, 15.12.2006

zum Aufruf der INITITIVE ERHALT THÜRINGER KULTUR zum Protest vor Meininger Theater am 17.12.2006:

Bachchor Eisenach: Am gleichen Tag haben wir in der Georgenkirche Eisenach um 17:00 Uhr die Aufführung des Weihnachtsoratorium mit 140 Sängern, Solisten und der Landeskapelle Eisenach. Wie jedes Jahr rechnen wir mit ca. 1000 Zuhörern. Wir grüßen die Protestteilnehmer in Meiningen.

Mit freundlichen Grüssen

W. Kurzke / Chorrat Bachchor Eisenach

www.bachchor.eisenachonline.de

Künstler proben den Aufstand, 13.12.2007, DIE ZEIT

In Thüringen plant die Landesregierung Kürzungen in der Kulturförderung. Dagegen protestierten Musiker etlicher Orchester am Dienstag mit einem Kultur-Marathon. Stefan Reisner hörte zu

Eine Operngala führten das Theater Nordhausen gemeinsam mit dem Loh-Orchester Sondershausen auf. Der Anlass war nicht nur Vergnügen. Es ging um die Rettung der Theater und Orchester in Thüringen
(Fototext)

Knapp eine Stunde vor Mitternacht ist der letzte Akkord von Beethovens Neunter verklungen. Manfred Schicht springt aus seinem roten Sitz in der dritten Reihe und klatscht. “Bravo”, ruft er den Musikern zu. In seinen braunen Schuhen, der beigen Hose und dem blau-karierten Hemd, dessen Ärmel der 67-Jährige zweimal umgekrempelt hat, sieht er nicht wie der typische Besucher eines klassischen Konzerts aus. Doch Manfred Schicht hat an diesem Dienstag das längste Konzert seines Lebens gehört, so viel Musik am Stück wie kaum ein anderer. Vor 13 Stunden hatte er sich in diesen roten Sessel gesetzt und von da an ununterbrochen Musik in sich aufgenommen – den Thüringer Kultur-Marathon in seiner gesamten Länge.
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Image durch Kultur, 13.07.2006, DIE ZEIT

Firmen und Vermögende stiften gern für die Künste. Doch all ihr Geld reicht nicht, um für den Staat einzuspringen Von Christof Siemens
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A U F R U F , 15.12.2006

Unter Missachtung des Thüringer Parlaments, welches die Kulturdebatte am 20. Oktober 2006 zur weiteren Behandlung in den Kulturausschuss verwiesen hat, beschloss das Thüringer Kabinett nun am 12. Dezember 2006, bei der Kürzung von 60 auf 50 Mio. Euro zu bleiben und dies bis zum Jahresende durchzuführen.

Dies steht in Gegensatz zu der Aussage von MP Althaus am 11. Dezember, der in einem Interview des DRadio Kultur noch bis zur Jahresmitte Verhandlungsspielraum zugesagt hat.-

Darum müssen die Proteste leider weiter gehen.

Am kommenden Sonntag, 17. Dezember 2006 um 16:00 findet ein Festakt zum 175. Jubiläum des Theaters Meiningen im Meininger Theater statt. Dort wird MP Althaus erwartet. Wir sollten diese Gelegenheit nutzen und uns “ihm mit unserem Protest in den Weg stellen” . Bitte kommen Sie am

Sonntag, 17. Dezember 2006 um 15:30 Uhr vor das Meininger Theater und bringen Sie Transparente und Plakate gegen den Thüringer Kulturabbau mit.

Stellen wir uns dem Ministerpräsidenten und dem Thüringer Kulturabbau in den Weg.

Kultur kostet - Unkultur kostet mehr.

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