Archiv des Monats November, 2006
30. November, 2006 @ 17:09
· Abgelegt unter Presse
Altstadt. (tlz/nir) Wahrlich: Bis auf den letzten Millimeter besetzt ist das Theater Erfurt gestern Abend. Der Saal packevoll, das Foyer ebenso - wohin das Solidaritätskonzert gegen Kulturabbau in Thüringen per Video übertragen wird. Zwei Stunden vor Konzertbeginn mit Beethovens Neunter standen die Menschen an - der Eintritt war frei, Platzkarten gab´s nicht. “Ich danke Ihnen, dass Sie zu diesem außergewöhnlichen Konzert gekommen sind, dass Sie so Solidarität mit den bedrohten Theatern und Orchestern Thüringens zeigen”, sagte Wolfgang Beese, Präsident der Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt zu Beginn. 160 Musiker von 31 Orchestern deutschlandweit waren gekommen, um ihre Thüringer Kollegen zu unterstützen. 120 Chormusiker standen zudem auf der Bühne. Warum? “Weil wir mit ungläubigen Entsetzen von den Plänen der Thüringer Landesregierung erfahren haben, den weltweiten Klang der Thüringer Kulturlandschaft, das Herzstück des deutschen Kulturerbes zu beschädigen, verstummen zu lassen”, so die Musiker in ihrer Resolution. Beese: “Wir appellieren an die politische Vernunft - falls es so etwas gibt. Es wär´ ein Alptraum, bestünde Thüringen nur aus Bratwurst, Klößen und Spaßbädern.” Konzertgast Brigitte Stößer: “Ich zeige Präsenz, sitze nicht in der Stube, sondern zeige meine Solidarität mit Thüringens Theatern. Daher bin ich ich hier.”
30. November, 2006 @ 17:03
· Abgelegt unter Presse
Die Generalmusikdirektorin an der Staatsoper in Hamburg, Simone Young (45), und der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München, Kent Nagano (54), wünschen sich mehr Musikunterricht an den Schulen.
Hamburg - “Leider ist es ja an den Schulen wie in der Politik insgesamt: Muss gespart werden, schaut man zuerst in den musischen Bereich. Es wird als Luxus angesehen, als ein Extra obendrauf. Mathematikstunden werden nicht gestrichen”, sagte Young der Wochenzeitung “Die Zeit”. Dabei sei es erwiesen, dass Kinder, die sich mit Kunst beschäftigten, sich besser konzentrieren könnten und engagierter seien.
Nagano betonte: “Wer das Ohr durch Musik schult, bereichert seine Fantasie und lernt, Abstraktes besser wahrzunehmen.” Die klassische Musik trage dazu mehr bei als die Popmusik. (tso/ddp)
30. November, 2006 @ 14:11
· Abgelegt unter Presse
30. November, 2006 @ 11:33
· Abgelegt unter Presse
Mehr als 50 Projekte aus Kultur und Wirtschaft hatten sich um den Förderpreis (10 000 Euro) der Wirtschaftsinitiative Westthüringen beworben. Gestern konnten die drei Preisträger auf der Eisenacher Wartburg geehrt werden.
EISENACH (TA). Eine siebenköpfige Jury, darunter auch TA-Redakteur Wolfgang Leissling, entschied sich für Benedikt Winklers SAW Filmproduktion (Mühlhausen), den Verein Kunstwestthüringer und den Kunstverein art der Stadt Gotha.
weiterlesen »
30. November, 2006 @ 03:12
· Abgelegt unter Presse
FIGARO | Schwerpunkt
“O Freunde, nicht diese Töne!”
Beethovens Neunte für die Thüringer Theater
So hörte man Beethovens 9. Sinfonie wohl noch nie: Das symbolträchtige Werk, das mit den Worten beginnt “O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen!” wurde am 28. November von 300 Musikern aus 31 deutschen Orchestern in der Erfurter Oper intoniert. Sie solidarisierten sich so gegen den befürchteten Kultur-Kahlschlag. FIGARO berichtet.
Um die Zukunft des Modells Stadttheaters geht es in Thüringen.
Es ist ein heißer Herbst für Thüringens Kultur. FIGARO berichtete immer wieder von den lautstarken Protesten gegen das, was auch überregional als einmaliger Kahlschlag in der dichten, gewachsenen Theater- und Orchesterlandschaft bezeichnet wird. So will die CDU-Landesregierung die Zuschüsse ab 2009 um zehn Millionen Euro kürzen. Für drei der sieben Mehrspartenbühnen des Landes sollen sie so weit herunter gefahren werden, dass dort eigentlich nur noch Tournee-Theater möglich ist. Ein Orchester - die Philarmonie Gotha-Suhl - soll ganz eingespart werden. Die beiden wichtigsten Bühnen des Landes - das Deutsche Nationaltheater und die Erfurter Oper sollen zur Fusion gezwungen werden. All dies, um gerade mal ein Promille des Landeshaushaltes einzusparen und dafür mehr als 200 Kulturschaffende in die Arbeitslosigkeit zu schicken.
weiterlesen »
30. November, 2006 @ 03:04
· Abgelegt unter Presse
Kultur braucht viel mehr Geld
Erfurt. (tlz) Stehende Ovationen und Bravo-Rufe in der völlig überfüllten Neuen Oper Erfurt waren der Dank für eine einmalige Aufführung: 160 Musiker aus 31 Orchestern und 128 Chorsänger hatten am Dienstagabend Beethovens Neunte Sinfonie aufgeführt - Solidarität für Thüringens bedrohte Kultur. (TLZ berichtete). Unter den Musikern waren auch Heiner Stolle, Bratscher und Orchestervorstand vom Leipziger Gewandhaus, sowie Rüdiger Liebermann von den Berliner Philharmonikern. Was bewegte die Mitglieder von Klangkörpern aus 19 Städten, ohne Gage in Erfurt aufzutreten? “Weil uns Musikern in Deutschland der Erhalt dieser einzigartigen Orchester- und Theaterlandschaft am Herzen liegt”, sagt das Mitglied des Gewandhausorchesters.
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 23:53
· Abgelegt unter Offene Briefe
Leserbrief zum Kauffmann Interview
Lieber Herr Hoffmeister.
Jetzt sind auch wir bereit, Füsse zu küssen - mindestens vier! Unsere Gratulation zu der Idee für das Interview und dass Sie ihn auch dazu bekommen haben. Kauffmanns Aussagen sind der bisher intelligenteste Vorschlag - wen wundert´s - und darüber hinaus der praktikabelste. Damit wäre dem Retortenbaby Erfurter Oper, das sich zu einem Sorgenkind seiner Eltern entwickelte, eine glanzvolle Zukunft beschieden, ohne dass es seine älteren Geschwister auffressen müsste. Man wird zwar nicht die Rechnung ohne den Wirt - hier die Stadt Erfurt - machen können, aber Aufgabe der Medien wird sein, diese Idee zu transportieren, zu verbreiten und den Boden in der Stadt Erfurt zu bereiten. Einer klugen Odee wird man sich nicht verschliessen können. Wir sind wie immer optimistisch.
Charlotte und Peter Mittmann,
Initiative Erhalt Thüringer Kultur, Weimar
29. November, 2006 @ 22:21
· Abgelegt unter Offene Briefe
anlässlich des Solidaritätskonzertes am 28. November 2006 in Erfurt
“…
Kulturverlust in Thüringen ist Kulturverlust für Deutschland!
…
Wir appellieren an alle verantwortlichen Politiker des Freistaates Thüringen:
Halten Sie ein! Würdigen Sie Ihre eigene, so besondere Kultur und vernichten Sie nicht leichtfertig Ihr „hohes Gut“, das, einmal verloren, nie wieder kommt, – nie wieder kommen kann.
Akzeptieren Sie die so massiven Proteste einer engagierten Bevölkerung gegen den angedrohten Abbau, als eindrucksvolles Bekenntnis zu ihrem Land.
Nehmen Sie den erschrockenen Aufschrei ernst, der von allen Bevölkerungsschichten getragen wird – von Schulen, Kirchen, Ärzten, Gewerbetreibenden, Industrie, von Laienverbänden, von Bundes- und Landtagsabgeordneten, vom Landkreistag
…
„O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen“!”
…”
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 13:02
· Abgelegt unter Aktuelles
29. November, 2006 @ 02:01
· Abgelegt unter Presse
Erfurt. (tlz) Es war ein furioses Konzert und ein kraftvoller, deutschlandweiter Protest, zu dem sich am Dienstagabend 160 Musiker und über 120 Chorsänger von 31 Orchestern Deutschlands zur Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie in der Neuen Oper Erfurt vereint hatten. Schon lange vor Beginn der Aufführung hatten sich große Menschentrauben vor allen Eingängen gebildet - ein deutliches Indiz für ein landesweites Kulturbürgertum, das damit auch ein Zeichen dafür setzte, dass die Sparpläne der Thüringer Regierung auf breite Ablehnung stoßen.
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 02:00
· Abgelegt unter Presse
Hochkultur auf Top-Niveau: Johannes Neubert, ein gebürtiger Jenaer, hilft, das Land Niederösterreich in Europa zu profilieren.
Weimar/St.Pölten. (tlz) Einmischen will er sich nicht; dennoch ist er arg besorgt um die Zukunft der Kultur in seiner alten Heimat: Johannes Neubert (37) stammt gebürtig aus Jena, er ging dort zur Schule und sang im Knabenchor. Später studierte er Musik in Weimar, Leipzig und Berlin, ließ sich zum Flötisten ausbilden. Nach einem Aufbaustudium und Trainees in Berlin, Hamburg, London und Paris wechselte er ins Managementfach und führt nun die Geschäfte des Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchesters sowie des neu gegründeten Musikfestivals Grafenegg. Neubert weiß, wovon er spricht. Zumal die Verhältnisse durchaus vergleichbar erscheinen.
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 01:59
· Abgelegt unter Presse
Volles Haus und ein Orchester mit nie gehörter Klangfülle - doch der Kunstgenuss stand gestern beim Konzert im Opernhaus erst an zweiter Stelle.
LANDESHAUPTSTADT. “Wir sind sauer!” empfängt eine Dame im prächtig roten Korsettkleid die Besucher. Reicht Bonbons - allerdings keine süße - und Postkarten des Theaters Rudolstadt mit der Aufschrift “Kulturverödung ist Volksverblödung!” Es gibt viele Ideen, mit denen Mitarbeiter und Künstler aus Thüringer Theatern gegen den Kulturabbau protestieren und vor Beginn des Solidaritätskonzerts mit Musikern aus ganz Deutschland auf den Hintergrund der Aktion aufmerksam machen.
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 01:59
· Abgelegt unter Presse
Es war eine konzertierte Aktion, wie sie Thüringen noch nicht erlebt hat. 160 Musiker aus 31 deutschen Orchestern und 128 Chorsänger führten gestern in der brechend vollen Neuen Oper in Erfurt Beethovens Neunte auf. Ihre Botschaft an die CDU-Landesregierung: Hände weg von der Thüringer Kulturlandschaft.
weiterlesen »
29. November, 2006 @ 01:06
· Abgelegt unter Presse
Berlins Opernhäuser sind nur durch einen radikalen Systemwechsel zu retten /
Von Michael Schindhelm
Mitte November hat Michael Schindhelm, amtierender Direktor der Berliner Opernstiftung, seine Pläne zu einer „Neujustierung des Opernstrukturkonzeptes“ den Betroffenen vorgelegt – und gleichzeitig seine Demission für April 2007 eingereicht. Dass Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürger- und Kulturmeister, der Opernstiftung kritisch gegenübersteht, ist kein Geheimnis. Heute tritt der Stiftungsrat zusammen, um über das Schindhelm-Papier zu beraten, insbesondere über den Vorschlag, an der Deutschen Oper einen Semi-Stagione-Betrieb zu etablieren. Im Folgenden legt Michael Schindhelm seine Ideen erstmals öffentlich dar.
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 23:43
· Abgelegt unter Presse
Perspektivenkongress, Berlin, Techn. Universität
Workshop: “Kulturpolitik in Land und Kommune:
… und der Letzte macht das Licht aus!”
Veranstalter: ver.di
“…
These 1
Eine kulturelle Grundversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger ist ebenso Voraussetzung für unsere Gesellschaft wie die Freiheit der Künste unverzichtbare Voraussetzung für einen demokratisch verfassten Staat Kunst und Kultur sind Ausdruck von Lebensqualität, Kreativität und Innovation und bei der Schaffung dieser Faktoren für die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft unverzichtbar. Noch sichert die öffentliche Kulturfinanzierung eine nahezu umfassende kulturelle Grundversorgung mit breiten Zugangsmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie gewährleistet außerdem künstlerische Freiheit und sichert wirtschaftliche Eigenständigkeit sowie das damit verbundene notwendige Maß an künstlerischer Unabhängigkeit.
These 2
Die Krise der öffentlichen Kulturfinanzierung wurde wissentlich herbeigeführt. Die Krise der öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen sowie freier Träger und Projekte ist das Ergebnis einer permanenten Einnahmenkrise. Die öffentlichen Träger und Zuwendungsgeber (Kommunen und Länder) befinden sich in einer strukturellen Krise, die durch eine politisch veranlasste und damit gewollte Steuer- und Abgabenpolitik herbeigeführt wurde. Ohne eine nachhaltige Änderung dieser Politik ist der Zusammenbruch der bisher weitgehend öffentlich getragenen Kulturlandschaft nicht mehr aufzuhalten.
…”
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 23:28
· Abgelegt unter Presse
von von Gerd Herholz, 6.10.2003, Sprecher der AG der Literaturbüros in NRW
“…
Kulturpolitik ist angesichts der allgegenwärtigen Denkverbote rund um die „leeren Kassen“ an ihrem Ende angekommen und hat ganz versagt, wenn sie sich nicht selbst endlich neu alphabetisiert/politisiert und ihre neoliberalen Rahmenbedingungen reflektiert. Kulturabbau, Mängelverwaltung, Krisenmanagement bei gleichzeitiger Förderung der Event-Kultur, des internationalen Kunst-und-Kultur-Highlight-Wanderzirkus’ sind jedenfalls nichts weiter als ideenlos.
Kulturpolitik muss begreifen, dass globalen ökonomischen Prozessen endlich globale Bewegungen für soziale Gerechtigkeit, Freiheit und kulturelle Selbstbehauptung entsprechen müssen. Diese Bewegungen können auch über Kulturpolitik (nicht nur die der öffentlichen Hand) initiiert werden und man kann damit regional beginnen.”
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 23:22
· Abgelegt unter Presse
Pressemitteilung
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass das Bundeskabinett heute den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verabschiedet hat.
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 23:17
· Abgelegt unter Presse
Pressemitteilung
Deutscher Kulturrat setzt sich zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund für das Staatsziel Kultur und das Staatsziel Sport ein
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, und der Deutsche Olympische Sportbund, der Spitzenverband des Sports, haben sich heute morgen in einem gemeinsamen Pressegespräch für das Staatsziel Kultur und das Staatsziel Sport ausgesprochen.
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 11:52
· Abgelegt unter Presse
Spies warnt vor Ausverkauf von Kulturgütern
Kunsthistoriker Werner Spies befürchtet angesichts der Rückgabe der “Berliner Straßenszene” von Ernst Ludwig Kirchner ein Ausbluten der deutschen Museen. Werden die Museen ärmer, verliere das Land seine Identität, so Spies.
“…
Wenn die deutsche Politik nicht aktiv werde, sagte er ein “tristes Theater” voraus: “Die Museen werden ärmer werden, und das Land wird weiterhin nicht nur große Schätze, sondern auch Identität verlieren.”
…”
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 11:37
· Abgelegt unter Presse
Der Schauspieler Josef Bierbichler über nicht-rassistischen Rassismus, die Zukunft des Theaters und den Film “Winterreise”
“…
SZ: Gibt es für Sie einen Unterschied, auf der Bühne und vor der Kamera?
Bierbichler: Das Wesen des Theaters ist natürlich der Live-Effekt, die Verletzbarkeit des unmittelbaren Moments, die man zu kaschieren, wegzudrücken versucht. Oder zu überrunden. In einem Text von Godard habe ich mal gelesen, dass die ersten Filmemacher ahnten, dass die Theaterdramaturgie sich in das neue Medium einnisten wird. Und dass sie versuchten, das zu verhindern und den Ton angeblich um zehn Jahre hinauszögerten. Der Tonfilm wäre schon viel früher möglich gewesen. Wie in Langs “Nibelungen” die deutschen Mimen, vom deutschen Theater - der Weimarer Ton ist ja in den Naziton übergegangen -, mit großen Gesten dastanden und man hört nichts - das war unglaublich gut.
weiterlesen »
28. November, 2006 @ 11:28
· Abgelegt unter Presse
Gespräch mit Michael Helmrath
Thüringens Kulturlandschaft ist zu wertvoll, um sie der Sparwut der Landesregierung zu überlassen. Das finden auch Künstler aus ganz Deutschland. Musiker von 21 Orchestern aus 19 Städten - von Köln bis Dresden, von Kiel bis München - unterstützen ihre Kollegen aus Thüringens bedrohten Orchestern. Gemeinsam führen sie heute in der Neuen Oper Erfurt Beethovens 9. Sinfonie auf. Ab 18 Uhr stellen sich Theater und Orchester im Foyer vor, Konzertbeginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Michael Helmrath (52), Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker, leitet das riesige Solidaritäts-Orchester samt Chor.
Warum dirigieren gerade Sie heute Abend?
Die Deutsche Orchestervereinigung hat mich angesprochen, viele Musiker, die bei dem Konzert dabei sind, kennen mich - von meiner Arbeit an der Philharmonie Halle, der Staatskapelle Dresden oder anderswo - und haben mich offenbar vorgeschlagen. Es ist mir eine Ehre, das Konzert zu dirigieren, und ein sehr wichtiges Anliegen. In Thüringen darf nicht dasselbe passieren wie in Brandenburg, wo es harsche Einschnitte in die Kulturlandschaft gegeben hat.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 23:23
· Abgelegt unter Presse
Solidaritätskonzert für den Erhalt der Thüringer Kulturlandschaft mit deutschlandweiter Beteiligung
Am Dienstag, dem 28. November 2006, 20:00 Uhr, findet in der Neuen Oper Erfurt ein Protestkonzert gegen die Pläne der Thüringer Landesregierung statt, die traditionsreiche, geschichtsträchtige Theater- und Orchesterlandschaft Thüringens, das „Herzstück des deutschen Kulturerbes“ (Süddeutsche Zeitung) zu zerstören.
Es erklingt Beethovens 9. Sinfonie in noch nie dagewesener Besetzung, in einer Situation, wie es sie in Deutschland noch nie gegeben hat.
Das spontan zusammmengesetzte Orchester von Musikern aller Thüringer Orchester erhält solidarische Unterstützung von Musikern aus 21 Orchestern aus 19 Städten.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 19:18
· Abgelegt unter Presse
Erfurt: Nach zweijähriger Pause genehmigen sich die Thüringer Landtags-Abgeordneten wieder eine Gehaltserhöhung. Wie das MDR-Fernsehen unter Berufung auf die Parlamentarischen Geschäftsführer von CDU, Linkspartei und SPD berichtet, wird das Diäten-Moratorium nicht verlängert. Damit werden die Bezüge der Parlamentarier rückwirkend ab 1. November wieder angehoben, und zwar entsprechend der allgemeinen Einkommens-Entwicklung im Freistaat. Wieviel das genau ist, wird im Januar beschlossen.
27. November, 2006 @ 18:50
· Abgelegt unter Presse
Die Kulturbranche trägt mit 2,6% zur Wirtschaftsleistung der EU bei und beschäftigt mindestens 5,8 Millionen Europäer. Dies geht aus einer Studie der Eu-Kommission hervor. “Der Kultursektor ist die Triebkraft der Kreativität, und Kreativität ist die Grundlage für soziale und wirtschaftliche Innovation”, sagte der für Kultur zustöändige EU-Kommissar Ján Figel jüngst bei der Vorstellung der Studie. Der Umsatz der Branche beträgt rund 650 Milliarden Euro. In der Studie wird eine “kohärente Strategie für den kreativen Sektor” angeregt.
Mehr Informationen unter http://ec.europa.eu/culture/eac/index_en.html. (fri)
27. November, 2006 @ 12:07
· Abgelegt unter Presse
SONDERSHAUSEN. Es war Samstag wohl der wichtigste Wiener Ball, seitdem es dieses rauschende Fest in Sondershausen gibt.
In Zeiten der Diskussion um Mittelkürzungen des Landes und das drohende Aus des Loh-Orchesters war dieser Abend im Haus der Kunst ein trotziges Signal in Richtung Landesregierung, sich das Orchester nicht wegnehmen lassen zu wollen. Ein edler Protest, der mit Tanz und Schlemmerbuffet daherkam.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 02:02
· Abgelegt unter Presse
Das Publikum hat die Klänge des einen Protestkonzertes noch im Ohr, da kündigt sich bereits das nächste an. Am Dienstag wollen Musiker wiederum für die Erhaltung der von Rotstiftpolitik bedrohten Thüringer Kulturlandschaft spielen und singen.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 01:57
· Abgelegt unter Presse
Weimar. (tlz) Junge und Alte, Gebrechliche und Agile, Oma und Enkel, Aktive und Passive, Einrad- und Vierradfahrer, Blinde und Sehende, Posaunisten und Politiker: “Weimar läuft um sein Theater” war am Samstag ein Zeugnis dafür, wie sehr das DNT in der Bevölkerung verankert ist. Mehr als 3500 Euro fließen jetzt an die Theaterstiftung.
bilder unter: http://diashow.tlz.de/tlz/weimar.theaterlauf/tlz.weimar.theaterlauf.frameset.php?dianr=27&magic=1
“Es war bewegend in jeder Hinsicht”, sagte DNT-Generalintendant Stephan Märki der TLZ. 30 Sportvereine folgten dem Aufruf des Stadtsportbundes (SSB), so dass insgesamt 2000 Läufer auf die Strecke gingen - DNT-Ensemblemitglieder inklusive. Märki und Theatergeschäftsführer Thomas Schmidt rannten in Trainingsanzügen des SSB, SSB-Vorsitzender Stefan Hügel bediente sich im Kostüm-Fundus des Theaters und lief seine Runde als Wilhelm Tell.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 01:55
· Abgelegt unter Presse
Etwa 2000 Weimarer waren Samstag für ihr Theater auf den Beinen. Sie folgten dem Aufruf des Stadtsportbundes, ums DNT zu laufen. In drei Stunden legten sie zu Fuß, mit Walking-Stöcken, auf Fahrrädern, Inline-Skates und die Jüngsten selbst in Kinderwagen zusammen etwa 7000 Runden zurück.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 01:28
· Abgelegt unter Presse
Weimar. (tlz) Das Weimarer Theater bewegt: 2000 Menschen rannten am Samstag um das DNT herum. Die Solidaritäts-Aktion des Stadtsportbundes “Weimar läuft um sein Theater” spülte 3500 Euro in die Kasse der DNT-Stiftung.
Nach drei Runden ums DNT bricht “Kurzschlussminister Goebelpanski” alias Schauspieler Markus Fennert zusammen. Über die Proteste im Land wird er Jürg Wissbach im Interview später sagen: Vieles werde von der Presse “hochsterilisiert”. (Fotountertitel:tlz/Th. Büker )
“Es war bewegend in jeder Hinsicht”, lautete das Resümee des Generalintendanten Stephan Märki über den Schulterschluss zwischen Sportlern und Kulturschaffenden, der nach dem Auftritt der Kicker von Einheit Rudolstadt, die mit der Trikot-Losung “1:0 für das Theater Rudolstadt” aufliefen, zum zweiten Mal in Thüringen praktiziert wurde. “Ich hoffe natürlich, dass die, die letztendlich gemeint sind, sich auch bewegen”, sagte Märki mit Blick auf das Kultusministerium. Der Protest gegen die Kulturpläne im Land sei längst eine Bürgerbewegung geworden.
weiterlesen »
27. November, 2006 @ 01:25
· Abgelegt unter Presse
Der Vorsitzende der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein, Holk Freytag, mischt sich gern ein: Angesichts drohender Kulturkürzungen in Thüringen appelliert er an die Theater Erfurt und Weimar zusammenzuarbeiten - sprich: zu fusionieren -, damit die kleinen Häuser in Rudolstadt, Eisenach und Nordhausen überleben könnten. Zugleich warnt der Bühnenverein vor externen (Wirtschafts-)Experten als Berater und droht stattdessen selbst seine Dienste bei Verhandlungen mit Kultusminister Jens Goebel an.
weiterlesen »
·
« Vorherige Einträge