Veranstaltungen zum ersten Kulturtag Thüringen am 5. / 6. Juli 2008
Die Eröffnungsveranstaltung “Auftakt” findet am Sonntag, 6. Juli um 11:00 Uhr in Gotha, Schloss Friedenstein statt. Rahmen: Die 12 Thüringer Cellisten. Oberbürgermeister Knut Kreuch, Gotha, Podiumsdiskussion mit Kultusminister B. Müller (CDU), U. Barth (FDP), K. Göring-Eckardt (Die Grünen), Dr. B. Klaubert (Die Linken), C. Matschie (SPD), Moderation M. Hey
Der erste Kulturtag Thüringen bietet Ihnen thüringenweit mehr als 150 Veranstaltungen. Die vollständige Programmübersicht finden Sie nachfolgend, geordnet nach Postleitzahlgebieten:
04600 Altenburg Openair Der sächs.Prinzenraub: Kunz von Kauffungen ● Schlosshof Schloss Altenburg Theater & Philharmonie Thüringen, Gera ● 5. Jul. 18:00 und 23:00 Uhr
04600 Altenburg Openair Der sächs.Prinzenraub: Kunz von Kauffungen ● Schlosshof Schloss Altenburg Theater & Philharmonie Thüringen, Gera ● 6. Jul. 21:00 Uhr
04610 Meuselwitz Fest Bergmanns- u. Bahnhofsfest ● Kulturbhf. Meuselwitz Stadt Meuselwitz ● 6. Jul. ganztags
04618 Ziegelheim Openair Klassik auf dem Lande: Altenburger Bauernhofkonzert ● Hof Adam August-Bebel-Str. 36 Altbg. Bauernhöfe e. V. u. Theater u. Philharmonie Thür. ● 6. Jun. 15:00 Uhr
06567 Bad Frankenhausen Ausstellungen und Führungen ● Regionalmuseum Bad Frankenhausen Im Schloss ● 6. Jun 10:00-17:00 Uhr
07318 Saalfeld Theater “Romeo und Julia” Shakespeare ● Burgruine Hoher Schwarm ● 6. Jul. 20:00 Uhr
07334 Kamsdorf Ausstellung Malerei Kurt Pesl ● Kunstraum Kamsdorf Johann-Gottlob-Gläser-Platz Kunstraum Kamsdorf ● 6. Jul. 11:00-17:00 Uhr
07368 Remptendorf Wanderung Wildkräuter ● Kräuterstube Remptendorf Schleizer Str. 40 Naturpark Thür. Schiefergebirge ● 6. Jul. 14:00 Uhr
07407 Rudolstadt Festival Int. Tanz- u. Folkvestival ● stadtweit gesamte Innenstadt ? ● 4. bis 6. Juli ganztägig
07545 Gera Tanzabend Kammertanzabend ● Bühne am Park Hofwiesenpark ? ● 6. Jul. 19:30 Uhr
07545 Gera Fotoausstellung “Der Himmel über der Erde” ● Kulturbund Gera Gera Greizer Str.39 ● 6. Juli 10:00-12:00 Uhr
07545 Gera Kabarett Fettnäppchen “Ein flotter Dreier” ● Hofgut Untermhaus Gera Mohrenplatz ● 6. Juli 18:00 Uhr
07545 Gera Ausstellung Die geologische Landessammlung ● Museum für Naturkunde Gera Nikolaiberg 3 ● 5. Juli 11:00-18:00 Uhr
07545 Gera Ausstellung “Setzen Pfeiffer” ●
Stadtmuseum Gera Museumsplatz 1 ● 5. Juli 11:00-18:00 Uhr
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2008-05-30-ddp Bereits mehr als 150 Veranstaltungen beim Kulturtag Thüringens
«Wir sind überwältigt von der Resonanz» ©ddp
30.05.2008 15:05:23 - Für den ersten Kulturtag Thüringens am 6. Juli sind bereits mehr
als 150 Veranstaltungen gemeldet. «Wir sind überwältigt von der
Resonanz, die unser Aufruf in den Thüringer Kultureinrichtungen
ausgelöst hat», sagte der Sprecher der Kulturinitiative und
Koordinator des Tages, Peter Mittmann, am Freitag in Weimar.
Weimar (ddp-lth). Für den ersten Kulturtag Thüringens am 6. Juli sind bereits mehr als 150 Veranstaltungen gemeldet. «Wir sind überwältigt von der Resonanz, die unser Aufruf in den Thüringer Kultureinrichtungen ausgelöst hat», sagte der Sprecher der Kulturinitiative und Koordinator des Tages, Peter Mittmann, am Freitag in Weimar. Die Initiative hoffe nun, dass sich die Thüringer von der Begeisterung der Kulturschaffenden anstecken lassen.
Mit dem ersten Kulturtag Thüringens will die Initiative die Menschen im Freistaat animieren, «den Erlebnis- und Freizeitwert von Kultur zu entdecken und die kulturellen Einrichtungen und ihre vielfältigen Angebote in der jeweiligen Nähe wieder einmal zu nutzen».
(ddp)
1. Kulturtag Thüringen am Sonntag 6. Juli 2008
Gemeinsam wollen wir den Reichtum, die Vielfalt, die Lebendigkeit, die breite Palette der Thüringer Kultur an diesem Tag in ganz Thüringen demonstrieren und ihn so zum engagierten Bekenntnis zur Kultur unseres Landes werden lassen.
Deshalb: Seien Sie dabei beim 1. KULTURTAG THÜRINGEN
Ob in Stadt oder Land, ob mit Chor, Orchester, Instrumentalgruppe, ob als Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Bildhauer, ob Bibliothek oder Museum, Theater oder Schlosspark, Profi oder Amateur, Aktiver oder Publikum,– zeigen Sie worauf Sie stolz sind. Demonstrieren Sie Ihre Verbundenheit mit der Thüringer Kultur.
KULTUR IST HERZENSSACHE
Weit über Deutschland hinaus kennt und bewundert man Thüringen als glanzvolles Kulturland seit Jahrhunderten, als Land der Kirchen, Schlösser, Burgen, der Bibliotheken, Museen, Ateliers, der Orchester und Theater, als Ursprungsland geistiger und künstlerischer Leistungen, als Land, in dem sich die Menschen seit alters her mit Kunst und Kultur beschäftigen.
Zeigen Sie mit dem Besuch der Kultureinrichtungen Ihrer Region besonders an diesem Tag auch Ihren Stolz auf eine der farbigsten, vielfältigsten, eindrucksvollsten Kulturlandschaften.
Treten Sie an diesem Tag mit Ihren Institutionen, Ihren Vereinen und Ensembles an die Öffentlichkeit durch Auftritte, Lesungen, Ausstellungen, Veranstaltungen jeder Art.
Treffen Sie sich als Künstler mit ihrem Publikum. In einer thüringenweiten Aktion werden Ihre Veranstaltungen durch Presse, Flyer, Plakate veröffentlicht. Schicken Sie uns Ihre Idee, Ihren Vorschlag, Ihren Beitrag für diesen Tag bis zum 30. Mai 2008.
KI.T Die KulturInitiative Thüringen
TEL 03643 – 49 20 674 FAX 03643 - 779554 E-MAIL INFOS http://www.erhaltet-thueringens-kultur.org
Antwort bitte bis 30. Mai 2008 zurückschicken
KULTURTAG THÜRINGEN – Sonntag 6. Juli 2008
Nennen Sie uns Ihre Aktivitäten, Ihren Beitrag für diesen Tag oder den Vorabend am 5. Juli – auch Veranstaltungen, die Sie für diese Tage oh-nehin schon geplant haben. Genauso sind zusätzliche Programme aus dem Repertoire willkommen oder gemeinsame Veranstaltungen verschie-dener Kultureinrichtungen und Ensembles.
Durch eine noch abzustimmende gemeinsame Erklärung, die Sie zu jeder Veranstaltung verlesen können, wollen wir eine Brücke zwischen allen Kulturaktionen dieses Tages schlagen.
Über Presse, durch Flyer und Plakate wollen wir alle Veranstaltungen dieses Tages veröffentlichen und zusammenfassen.
Bitte verteilen Sie den Aufruf an andere Interessenten weiter.
Wir planen zum 1. Kulturtag Thüringen folgende Veranstaltung:
Veranstalter
Strasse; PLZ, Ort
Art der Veranstaltung
Titel der Veranstaltung
Ort der Veranstaltung
Strasse, PLZ, Ort
Datum / Uhrzeit
Ansprechpartner
Telefon / Fax
E-Mail
Kurzbeschreibung
der Veranstaltung
Bemerkung
Datum …………………… Unterschrift …………………………………
Koordination: Peter Mittmann
Großmutterleite 18
99425 Weimar
FAX 03643 779554 / E-Mail:
Abschlussbericht der Enquete-Kommission: Reaktionen der Parteien
DIE GRÜNEN, DIE LINKE, CDU, FDP
Doppelter Grund zum Feiern, 12.1.2008, TLZ
Weimar. (tlz) Wer hätte vor einem Jahr gedacht, wie entspannt man nun beisammen sitzen kann, um den 100. Jahrestag des Weimarer Theaterhauses zu feiern: Landesminister und Kulturbürger, die Kunst und die Politik. Damals ging es heiß her. Auf dem Spiel stand, wie schon 2001, die Eigenständigkeit des Deutschen Nationaltheaters.
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Weimar: Land des Lächelns, 12.1.2008, TA
Die Alphornbläser zur Introduktion des Festaktes zum 100-jährigen Bestehen des Theaters Weimar waren kein Albtraum, nur ein Schmunzeln. Es war, mag man sagen, der Tribut an Stephan Märki.
WEIMAR. Ein Festakt ist ein Festakt und kein Fest. Es gibt wohl eher wenig Leute, die Festakte wirklich interessant finden. Höchstens, dass man schaut, wer kommt ins Land des Lächelns und wer nicht. Der Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zum Beispiel kam nicht, der hatte einen hochwichtigen Termin bei Ingenieuren und Architekten in Erfurt. Der Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) war auch nicht da, der hatte Urlaub. Dafür sah man die neue Stadtkulturdirektorin Julia Miehe, die einmal die Orchesterdirektorin war.
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Wird uns die Kultur zu teuer?, 11.1.2008, TLZ
Weimar. (tlz/fqu) Das Land zieht sich aus der Förderung von Literatur und Kunst immer mehr zurück. Die Vereine und Gesellschaften sind froh, wenn sie private Sponsoren finden. Werden die Künstler dadurch zu Werbeträgern der Industrie? Der Thüringer Literaturpreisträger Ingo Schulze spricht von einer “Tendenz zur Refeudalisierung des Kulturbetriebes” und steht dabei hinter einem Pult, an dem das Logo des Preisstifters E.ON prangt.
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Theaterkampf ist nun beendet, 9.1.2008, TLZ
Erfurt. (tlz/wohi) Unter Theaterkämpfe und Kahlschlagdebatten hat Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) einen Schlussstrich gezogen. Als letztes wurde für die Erfurter Oper eine Finanzierungsvereinbarung für 2009 bis 2012 getroffen.
Demnach erhalten die Erfurter wie bisher 6,475 Millionen Euro aus Goebels Etat; die Landeshauptstadt erhöht ihren Eigenbeitrag von derzeit 10,8 Millionen um 150 000 Euro. Allerdings ist der Landeszuschuss an die Bedingung geknüpft, dass 350 000 Euro pro Jahr an die Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl fließen - für die Kooperation bei Musik-Großprojekten.
Außerdem wird noch zwischen Vertretern aus Erfurt und Weimar sowie des Ministeriums verhandelt, wie eine Schauspiel-Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater mit Leben erfüllt werden kann. Über Leistungsumfang und Entgelt sei bisher nicht entschieden, sagte ein Sprecher Goebels auf TLZ-Anfrage. Auch die Möglichkeit eines gesonderten Kooperationsfonds sei nicht ad acta gelegt worden.
Der Theaterkampf, bei dem es nicht zuletzt um das Überleben von fünf Orchestern ging, hat 18 Monate gedauert. Ursprünglich hatte Goebel zehn Millionen Euro einsparen wollen.
Goebel streitet mit Opposition um Bibliotheken, 5.1.2008, TA
ERFURT. In der Debatte um die Finanzierung der Bibliotheken hat Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) der Opposition “symbolische Politik” vorgeworfen. Das von Linkspartei und SPD vorgeschlagene Bibliotheksgesetz sei “überflüssig” und “emotional getrieben”. Dort seien nur allgemeine Absichtserklärungen aufgeführt, die von Betroffenen nicht einklagbar seien, so der Minister. Linke und SPD wiesen die Vorwürfe Goebels zurück. Sie seien “polemisch und gehen an den Tatsachen vorbei”, sagte SPD-Kulturpolitiker Hans-Jürgen Döring. Der Entwurf der Opposition sei mit dem Bibliotheksverband erarbeitet worden. Zudem verwies er auf einen Vorschlag für solch ein Bibliotheksgesetz von einer Fach-Kommission im Bundestag. Linke-Politikerin Birgit Klaubert warf der CDU-Landesregierung vor, sich “aus der Verantwortung zu stehlen”. Das zeige der gerade erst beschlossene Landeshaushalt. Danach sind für die Finanzierung der Bibliotheken nur noch die Kommunen zuständig. 2007 förderte das Land die rund 250 Bibliotheken noch mit 350 000 Euro.
Goebel warnt bei Bibliotheken vor »symbolischer Politik«, 5.1.2008, dpa/ TA
Kultusminister Goebel gegen »symbolische Politik« bei Bibliotheken.
Erfurt (dpa/th) - Der Thüringer Kultusminister Jens Goebel (CDU) hat mit Blick auf die Lage der Bibliotheken im Freistaat vor »symbolischer Politik« gewarnt. »Der vorliegende Gesetzentwurf der Opposition ist überflüssig, weil er keine sehr große Regelungstiefe besitzt«, sagte Goebel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. »Das ist emotional getrieben.« Das gemeinsame Papier der SPD und der Linken nimmt weitgehend Vorschläge des Bibliotheksverbandes aus dem Jahr 2006 auf. Die CDU-Fraktion hat für das Frühjahr einen eigenen Gesetzentwurf angekündigt. Im Vorjahr unterstützte das Land die rund 250 Bibliotheken mit 350 000 Euro.
Bibliotheken als Streitobjekte, 5.1.2008, dpa/ TLZ
Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU) hat mit Blick auf die Lage der Bibliotheken im Freistaat vor “symbolischer Politik gewarnt. “Der vorliegende Gesetzentwurf der Opposition ist überflüssig, weil er keine sehr große Regelungstiefe besitzt , sagte Goebel. Die CDU-Fraktion hat für das Frühjahr einen eigenen Gesetzentwurf angekündigt.
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Befreiungsschläge, 29.12.2007, TA
Die Thüringer Kulturpolitik war eine der unkontrollierten Befreiungs-schläge. Dennoch, oder eben darum, ist die Bilanz nicht wirklich schlecht - für die Kultur.
ERFURT. Thüringen wird sich, mit aller Zurückhaltung gesprochen, in der Rückschau für den Brand der Anna Amalia Bibliothek zu bedanken haben. Und das nicht nur, weil das Feuer die Wahrnehmung dieses Altars der Geistesgeschichte hochgradig sensibilisierte. Die Wiedereröffnung erzeugte, auch durch die Teilnahme von Bundespräsident Horst Köhler, eine deutschlandweite Aufmerksamkeit nicht nur für die Bibliothek, vielmehr konzentrierte sie einen gesamtdeutschen Medienblick auf den kulturpolitischen Kampfplatz Weimar, auf dem und um den eine Bataille zu schlagen war. Diese mediale Eröffnung war die atmosphärische Introduktion für die 45 Millionen Euro, die der Bund für die Klassik Stiftung ausschüttete. Und die schließliche Erhebung des Nationaltheaters zum Staatstheater verdankt sich auch dem Umstand, dass dieses Haus auf dem geschichtlichen Grund dieser Stadt nicht zu beschädigen ist, ohne dass dies eine deutschlandweite Publizität erzeugt, an der Thüringer Politik nicht gelegen sein kann. Und das ist die eigentliche kulturpolitische Nachricht dieses Jahres, die einen kulturpolitischen Paradigmenwechsel gleichkommt. Das Land Thüringen akzeptiert, gegen die herrschende Kultur des kleinteiligen Denkens, die herausragende Bedeutung der Kulturstadt Weimar. Thüringen scheint bereit, der Stadt den ihr gebührenden privilegierten Status einzuräumen.
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Umstrittene Sparpläne - Neue Verträge unterzeichnet, 17.12.2007, Freie Presse
Thüringer Theater und Orchester wehren sich gegen Kürzungen der Landesregierung
Erfurt (ddp-lth). Rund 4,2 Millionen Euro erhalten das Theater Nordhausen und das Loh-Orchester Sondershausen ab 2009 vom Land. Als einer der ersten unterzeichnete der Nordthüringer Theaterverbund in diesem Jahr nach lautstarken Protesten und zähen Verhandlungen mit Kultusminister Jens Goebel (CDU) einen entsprechenden Vertrag. «Es ist nur der Spatz in der Hand, noch nicht die Taube auf dem Dach», kommentierte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Vereinbarung.
Denn die Zuschüsse sinken gegenüber dem Ende 2008 auslaufenden Vertrag um 15 Prozent. Allerdings wollte Goebel dem Theaterverbund ursprünglich nur noch 1,5 Millionen Euro zubilligen. Und weil auch die beiden Kommunen ihre Zuwendungen aufstockten, kann dort mit insgesamt knapp neun Millionen Euro weiterhin nicht nur Theater konsumiert, sondern auch produziert werden.
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Umstrittene Sparpläne Thüringer Theater und Orchester überleben Kürzungspläne, 17.12.2007, Theaterkanal,
ddp-Korrespondentin Uschi Lenk
Erfurt (ddp-lth). Rund 4,2 Millionen Euro erhalten das Theater Nordhausen und das Loh-Orchester Sondershausen ab 2009 vom Land. Als einer der ersten unterzeichnete der Nordthüringer Theaterverbund in diesem Jahr nach lautstarken Protesten und zähen Verhandlungen mit Kultusminister Jens Goebel (CDU) einen entsprechenden Vertrag. «Es ist nur der Spatz in der Hand, noch nicht die Taube auf dem Dach», kommentierte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Vereinbarung.
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Staatstheater: OB dankt allen Kulturbürgern für ihren Einsatz, 14.12.2007, TLZ
Erfurt. (tlz) Das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar werden am 1. Januar 2008 zum Thüringer Staatstheater. Der Vertrag zwischen Land, Stadt und Theater wurde am Freitag in Erfurt unterzeichnet. “Dies ist ein großer Tag für Weimar”, sagte OB Oberbürgermeister Stefan Wolf (TLZ), “allen Weimarer Kulturbürgern ist an dieser Stelle nochmals für ihren jahrelangen Kampf um ihr Theater zu danken. Sie haben eine große Arbeit geleistet.” Mit der langfristigen strukturellen und finanziellen Absicherung des DNT ende eines der erfolgreichsten Jahre für die Absicherung der Weimarer Kulturlandschaft seit der Wende, betonte Wolf. Neben dem DNT betreffe dies die Sanierung des Schlosses genauso wie die Errichtung eines künftigen Bauhausmuseums Weimar, die nun angegangen werden könne. Der Vertragsunterzeichnung war eine eineinhalb Jahre lange Spardiskussion vorangegangen. Dabei hatte das Ministerium die Fusion des DNT mit der Erfurter Oper favorisiert. Kultur
“Ein guter Tag für die Kultur in Thüringen”, 14.12.2007, TLZ
Augenscheinlich helle Freude: Finanzministerin Birgit Diezel, flankiert von Weimars OB Stefan Wolf (re.) und DNT-Intendant Stephan Märki, würdigt das hehre Vertragswerk. Foto: tlz/Michaelis
Erfurt/Weimar. (tlz) Es war einmal …, heißt es im Weihnachtsmärchen, und im Foyer des Landtags zu Erfurt prangt Knecht Ruprecht gravitätisch auf seinem Schlitten, einen Hirsch vorgespannt, während ein paar Türen weiter die Kollegen Finanz- und Kultusminister, Birgit Diezel und Jens Goebel, vermeintlich Geschenke verteilen: Gestern ist für allezeit der Staatstheater-Vertrag für das DNT Weimar unterzeichnet worden.
Kling, Glöckchen? Nein, nicht mal das, und Festtagslaune sieht anders aus. Diezel schaut drein, als wähne sie sich in einer falschen Vorstellung, und spricht, das nunmehr Weimarische Staatsorchester wohl meinend, von einer Landeskapelle, welche bekanntlich noch rudimentär in Eisenach vorfindbar ist. Kultur ist ihr Metier eben nicht, zumal mit freiwilligen Leistungen, gar so einer schönen Bescherung, darf sie sich qua Amt gar nicht auskennen.
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Das Staatstheater ist besiegelt, 14.12.2007, TLZ
Der Vertrag ist geschlossen. Das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle als Staatstheater verfasst. Gestern wurden die von Stadtrat und Landtag bestätigten Dokumente unterzeichnet.
WEIMAR (rd/paw). “Dies ist ein großer Tag für Weimar.” Mit diesen Worten unterstrich Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) gestern den Wert des Vertrages über das Staatstheater für die Stadt. Im Hause des Thüringer Landtages hatten das Stadtoberhaupt, Thüringens Finanzministerin Birgit Dietzel, Kultusminister Jens Goebel, Generalintendant Stephan Märki und Geschäftsführer Thomas Schmidt sowie ein Notar ihre Unterschriften unter die Verträge gesetzt. “Mit der Unterzeichnung der Verträge für ein Thüringer Staatstheater sind die Eigenständigkeit und der Bestand des Deutschen Nationaltheaters Weimar als Drei-Sparten-Theater langfristig gesichert. Allen Weimarer Kulturbürgern ist an dieser Stelle nochmals für ihren jahrelangen Kampf um ihr Theater zu danken. Sie haben große Arbeit geleistet”, so der Oberbürgermeister.
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Schweizer bei Laune, 14.12.2007, TA
Thüringens Schweizer sind guten Mutes: Stephan Märki hat ein Staatstheater in Weimar und Guy Montavon hat Lust auf Erfurt.
ERFURT. Die Landesregierung hat gestern den Gesellschaftervertrag für das Deutsche Nationaltheater unterzeichnet und für 197 000 Euro die Mehrheit der GmbH übernommen. Was für Stephan Märki ein Grund zur Freude ist, sei für Guy Montavon, wie dieser uns wissen ließ, kein Grund für das Gegenteil. Die gestrige Mitteilung dieser Zeitung, dass der Erfurter Intendant sich unter den letzten drei Kandidaten für die Opernintendanz in Köln befunden habe, sagte Montavon: “Das ist richtig, aber ich habe mich nicht beworben, ich wurde gefragt, wie übrigens auch in Genf. In Köln entwerfen sie ihre Oper neu und damit habe ich hier eine gewisse Erfahrung. Ich werte das als Anerkennung unserer Arbeit hier in Erfurt.” Und hier, sagt Montavon, “fühle ich mich sehr wohl. Ich werde meinen Vertrag in Erfurt in jedem Falle erfüllen und ich habe wirklich Lust dazu”. Die Intendanz in Köln war ab 2009 ausgeschrieben, Montavon ist in Erfurt bis 2012 unter Vertrag. Gegebenenfalls, sagt er, wäre für Köln die Interimsintendanz eines Kollegen denkbar gewesen.
Und nein, die Umwandlung des DNT Weimar in ein Staatstheater, die ab 1. Januar 2008 wirksam wird, sei gleich gar kein Grund, in Erfurt aufzuhören, vielmehr bringe der vorläufige Abschluss dieses Prozesses mehr Ruhe in die kulturpolitische Debatte.
Dies ist in jedem Falle richtig: Alle Spekulationen über eine Fusion sind für absehbare Zeit erledigt.
Henryk GOLDBERG
Sponsor fürs Orchester, 14.12.2007, TLZ
Gotha. (tlz/bau) Die Kreissparkasse Gotha wird im kommenden Jahr die Öffentlichkeitsarbeit der Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl fördern. Die Kosten für Plakate, Programmhefte und andere Werbemedien finanziert die Sparkasse.
Das gaben gestern Abend deren Vorstandsvorsitzender Manfred Vitt, Intendant Hermann Breuer und der Vorstand der Freunde und Förderer der Thüringen-Philharmonie bekannt. “Jeder Euro ist wichtig”, sagte Bärbel Schreyer, Vorsitzende des Orchester-Trägervereins. Alles, was die Thüringen-Philharmonie jetzt erwirtschafte, helfe die Einschnitte ab 2009 erträglicher zu gestalten. Denn: Trotz höherer Zuschüsse aus Stadt und Kreis Gotha verliert das Orchester durch den Suhler Ausstieg und die niedrigeren Landeszuschüsse ab 2009 eine Million Euro im Jahr. Entlassungen sind unweigerlich die Folge. Schreyer über die Gothaer Vorweihnachtszeit: “Wir haben heute drei Stunden mit dem Betriebsrat gesessen.” Nicht jedes Engagement lasse sich in Geld beziffern, betonte Vitt, dass die Philharmonie im Prinzip seit der Wende von der Sparkasse unterstützt werde.
Sei es durch Sponsorenleistungen bei Veranstaltungen oder durch die Finanzierung eines Steinway-Flügels Anfang der 1990er Jahre. Übrigens ein echtes Rendite-Objekt: Da Steinway-Konzertflügel begehrt und wertstabil sind, repräsentiert der einst für 120 000 Mark gekaufte Flügel heute einen Wert von 100 000 Euro. Vitt sprach gestern von weiteren Überlegungen, dass Orchester künftig zu unterstützen. Das aktuelle Engagement bewege sich im fünfstelligen Bereich. Die konkrete Summe sei Vertragsgeheimnis zwischen Sparkasse und Orchester.
Schreyer appellierte an die Wirtschaft, die während der vergangenen Monate in Aussicht gestellten Sponsoren-Leistungen nach der inzwischen gemeisterten Rettung des Orchesters in die Tat umzusetzen. Die Kreissparkasse sei mit dem jetzt unterzeichneten Sponsorenvertrag für das Jahr 2008 der Vorreiter in der Region
Kompass für die Kultur, 12.12.2007, TA
Kultur soll als Staatsziel im Grundgesetz verankert werden. Das ist eine von 465 Empfehlungen des gestern vorgestellten Schlussberichts der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland”.
BERLIN. Als ein “Leitfaden für die nächsten Jahre” soll der Bericht verstanden werden, so Kommissionsvorsitzende Gitta Connemann (CDU). Es handele sich um einen Kulturkompass, der Orientierung liefern solle. Mit 510 Doppelseiten sei dies die umfassendste Untersuchung des kulturellen Lebens in Deutschland seit 30 Jahren.
Fehlen kann bei der Vorstellung eines solchen Opus nicht die Kritik am Rückgang der Kulturausgaben. Zwischen 2001 und 2005 sanken diese in Bund, Ländern und Gemeinden von 8,4 Milliarden Euro auf 7,8 Milliarden Euro. Ein Grund sei, so Connemann, dass Ausgaben für kommunale Kultureinrichtungen zu den freiwilligen Leistungen zählten. Sie nannte dies eine “absolut falsche Priorität”, die es Haushältern leicht mache, die Kulturmittel zu kürzen. Connemann wies auf das Land Sachsen hin. Im Kulturraumgesetz heißt es dort: “Im Freistaat Sachsen ist die Kulturpflege eine Pflichtaufgabe der Gemeinden und Landkreise.”
Um die Kulturhoheit der Länder nicht zu verletzen, sollen Institutionen der kulturellen Bildung per Staatsvertrag besser vor Mittelkürzungen geschützt werden. Alle Fraktionen des Bundestages sprechen sich dafür aus, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Zudem müssten die vielfältigen ministeriellen Kompetenzen des Bundes stärker “an einer Stelle gebündelt” werden. Dies sei gerade auf europäischer Ebene von Bedeutung. Die Kommission befürchtet “in der Koordinierungspflicht der Länder und des Bundes eine Benachteiligung gegenüber anderen EU-Mitgliedstaaten”. weiterlesen »
Landesregierung ebnet Weg für Staatstheater in Weimar, 12.12.2007, ddp
Das Deutsche Nationaltheater in Weimar wird im kommenden Jahr ein Staatstheater. Das Kabinett beschloss am Dienstag in Erfurt, 79 Prozent der Geschäftsanteile von der Betriebsgesellschaft des Theaters zu erwerben, wie das Kultusministerium mitteilte. Die Stadt Weimar soll die restlichen 21 Prozent behalten.
Erfurt (ddp-lth). Das Deutsche Nationaltheater in Weimar wird im kommenden Jahr ein Staatstheater. Das Kabinett beschloss am Dienstag in Erfurt, 79 Prozent der Geschäftsanteile von der Betriebsgesellschaft des Theaters zu erwerben, wie das Kultusministerium mitteilte. Die Stadt Weimar soll die restlichen 21 Prozent behalten.
Der entsprechende Vertrag soll am Freitag unterzeichnet werden. Bereits im Juni hatten sich die Stadt Weimar und das Land Thüringen über die Grundzüge eines Staatstheaters geeinigt. Die Landesregierung beschloss zudem, seine Förderung für das Theater von derzeit rund 15,8 Millionen auf 16,6 Millionen Euro aufzustocken.
ddp/erd/mwa
Deutsches Nationaltheater Weimar wird Staatstheater, 11.12.2007, MDR Figaro
Das Deutsche Nationaltheater in Weimar wird zum Jahreswechsel in ein Staatstheater umgewandelt. Ab dem 1. Januar 2008 wird das Land dann direkte Verantwortung für das Theaterangebot übernehmen, gab Kultusminister Jens Goebel am Donnerstag in Erfurt bekannt. Bisher war das Theater allein in städtischer Verantwortung, wurde aber vorwiegend vom Land finanziert. Mit dem Wechsel sieht Weimar Eigenständigkeit und Zukunft des Theaters gesichert, dem Goethe etwa 20 Jahre als Direktor vorstand.
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Enquetekommission Kultur fordert Bibliotheksgesetz - Deutscher Bibliotheksverband begrüßt Empfehlungen, 11.12.2007, PM Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Der Deutsche Bibliotheksverband freut sich sehr über die heute vorgestellten Handlungsempfehlungen der Enquetekommission ‘Kultur in Deutschland’ zur Entwicklung der Bibliotheken in Deutschland. Ausgesprochen sinnvoll und wirksam ist nach Ansicht des Deutschen Bibliotheksverbandes die Empfehlung an die Bundesländer, Aufgaben und Finanzierung der Bibliotheken in Bibliotheksgesetzen zu regeln, und damit Bibliotheken zur Pflichtaufgabe zu machen.
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